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Langdock oder Clara für die Steuerkanzlei?

Langdock ist eine KI-Plattform, mit der sich eine Kanzlei ihre Assistenten und Abläufe selbst baut. Clara ist ein KI-Agent, der für die Arbeit einer Steuerkanzlei mit DATEV fertig eingerichtet kommt. Die größten Unterschiede zeigen sich im Alltag: bei den Nutzungsgrenzen, beim Umgang mit langen Verläufen und darin, wie persönlich die Ergebnisse ausfallen, ohne dass jemand Anweisungen schreibt.

Veröffentlicht 14. Oktober 2026 · Quellen, abgerufen am 13. Oktober 2026: Preisseite und Dokumentation von Langdock, Produktseiten von Klardaten, Riecken und TaxGraph

TL;DR

In Steuerkanzleien heißt Langdock fast immer ein Paket aus drei Anbietern: Langdock als Plattform, Klardaten oder Riecken für DATEV und TaxGraph für Steuerrecht. Damit lässt sich viel bauen, aber die Kanzlei baut es selbst, und die Nutzung ist begrenzt: Langdock misst den Verbrauch in Zeitfenstern ohne veröffentlichte Zahlen, wechselt danach auf ein kleineres Modell und rechnet die KI-Nutzung von Workflows nach Token ab. Clara arbeitet bei jeder eingehenden Mail von selbst, schreibt im Stil des jeweiligen Mitarbeiters, bereitet die Ablage in die DATEV-Akte vor und kostet einen festen Betrag pro Nutzer, ohne Kontingent.

Zwei Werkzeuge, zwei Aufgaben

Was ist Langdock?

Eine KI-Plattform für Unternehmen aus Berlin. Langdock bietet Chat mit vielen Modellen, einen Agent Builder, Workflows, Wissensbasen, ein Outlook-Add-in, eine API und MCP-Anbindungen. Für Steuerkanzleien gibt es keine eigene Branchenlösung und keine Agenten-Vorlagen; DATEV und Steuerrecht kommen über Drittanbieter aus dem MCP-Verzeichnis dazu, etwa Klardaten, Riecken und TaxGraph. Wer in der Kanzlei gern selbst automatisiert, bekommt damit ein sehr flexibles Werkzeug.

Nicht im Scope

Fertige Kanzleiabläufe: Mails beim Eingang einordnen, Entwürfe im Ton der Kanzlei vorbereiten und Dokumente mit Mandant, Register und Jahr für die DATEV-Akte vorschlagen, ohne dass jemand das baut.

Was ist Clara?

Ein KI-Agent, gebaut für die Steuerkanzlei, der die Kanzleiarbeit mit DATEV übernimmt. Er prüft Bescheide gegen die Erklärung, recherchiert in einer tagesaktuellen Rechtsdatenbank mit amtlicher Fundstelle und beantwortet Fragen aus der DATEV-Akte, aus Rechnungswesen und Lohn. Bei jeder eingehenden Mail arbeitet er nach den Regeln der Kanzlei, schreibt Antwortentwürfe im Stil des jeweiligen Mitarbeiters und bereitet die Ablage nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei vor. An Mandanten geht nichts ohne Freigabe raus, und in der Akte landet nichts ohne Bestätigung.

Nicht im Scope

Eine KI-Plattform für das ganze Unternehmen mit freier Modellwahl, Präsentationen und eigenen Agenten für jede Abteilung.

Nutzungsgrenzen
und Kontext

Hier liegt der Unterschied, den man erst im Alltag merkt. Langdock ist eine Plattform mit Kontingenten, und lange Verläufe werden zusammengefasst. Clara ist für das tägliche Volumen einer Kanzlei gebaut und rechnet nicht nach Verbrauch ab.

Kontingent

Langdock begrenzt die Nutzung in einem 5-Stunden-Fenster und einem Wochenfenster und nennt dafür keine Zahlen. Lange Chats, große Dateien, starke Modelle und Werkzeuge wie Deep Research verbrauchen schneller, dazu kommt eine Sperre bei 250 Nachrichten in 3 Stunden. Clara hat kein Kontingent und kein Fair-Use-Fenster.

Wenn es aufgebraucht ist

Ohne Extra Usage schaltet Langdock auf das kleinere Ersatzmodell GPT-6 Luna um, mit Extra Usage wird zu API-Preisen abgerechnet. Wer mehr braucht, bucht Business Max für 99 € pro Nutzer. Clara wechselt bei viel Nutzung nicht auf ein kleineres Modell: Chat und Antwortentwürfe bleiben auf demselben großen Modell, auch an Tagen mit viel Betrieb.

Arbeit im Postfach

Was bei Langdock von selbst im Postfach laufen soll, ist ein Workflow. Dessen KI-Nutzung steckt nicht im Platzpreis, sondern wird nach Token abgerechnet. Standardmäßig gilt ein Ausgabenlimit von 500 € pro Workspace und 25 $ pro Workflow; ist es erreicht, stoppen die KI-Schritte. Bei Clara ist die Verarbeitung jeder eingehenden Mail im Preis pro Nutzer enthalten, ohne Tagesgrenze.

Lange Verläufe

Langdock fasst ältere Teile eines langen Chats zusammen, damit er ins Kontextfenster passt, und schreibt selbst, dass ältere Details danach weniger zuverlässig sein können. Clara arbeitet mit einem Kontextfenster von bis zu einer Million Token und fasst Chatnachrichten nicht zusammen. Wird ein Chat trotzdem zu lang, sagt Clara das, und ein neuer Chat kann den alten lesen.

Dokumente und Wissen

Langdock-Wissensbasen schicken dem Modell Ausschnitte von bis zu 2.000 Zeichen, und laut Langdock sieht das Modell nicht jedes Dokument. Clara liest PDFs und Sammelscans bis 400 Seiten und rechnet große Excel- und CSV-Dateien vollständig in einer abgeschotteten Umgebung durch, statt aus einem Ausschnitt zu schließen. Im Kanzleiwissen bekommt jede Datei einen Satz Zusammenfassung und wird über ihren Inhalt gefunden, auch gescannt.

Kontext einer Mail

Beim Langdock-Add-in sieht das Modell ohne verbundene Integration nur die Metadaten der Mail. Clara nimmt zu jeder Mail automatisch die früheren Nachrichten des Verlaufs, deren Anhänge und die letzten Antworten des Nutzers an diesen Kontakt dazu, ohne dass jemand etwas hineinkopiert.

Auch Clara hat technische Grenzen, etwa 50 MB pro Datei und 20 Chat-Nachrichten pro Minute. Ein Kontingent, das mitten im Arbeitstag aufgebraucht ist, gibt es nicht.

Personalisierung
und Bedienung

Mit Langdock wird das Ergebnis so gut, wie die Anweisungen und Workflows sind, die jemand in der Kanzlei schreibt. Clara bringt die Personalisierung mit, damit auch die Mitarbeiter gute Ergebnisse bekommen, die keine KI konfigurieren wollen.

Schreibstil

Clara leitet den Stil jedes Nutzers aus seinen gesendeten Mails ab. Bei Langdock ist ein solches Lernen nicht dokumentiert, den Stil gibt man über Anweisungen oder einen Skill vor.

Ton pro Kontakt

Clara übernimmt Anrede, du oder Sie, Länge und Sprache aus dem bisherigen Schriftverkehr mit genau diesem Mandanten. Der langjährige Mandant bekommt also nicht denselben Ton wie das Finanzamt.

Anweisungen und Gedächtnis

Bei Langdock greifen die persönlichen Anweisungen und das Gedächtnis nur in normalen Chats, nicht in Agenten- oder Projekt-Chats, und das Gedächtnis fasst höchstens 50 Einträge. Bei Clara gelten persönliche Anweisungen überall, auch bei der Ablage, mit einer festen Rangfolge vor den Vorgaben der Kanzlei. Was dauerhaft gilt, schreibt Clara selbst in das Kanzleiwissen, für dich oder die ganze Kanzlei, sichtbar als Seite und mit Verlauf. Es gilt in jedem Chat und auch für die Entwürfe im Postfach.

Was der Nutzer tun muss

Beim Langdock-Add-in öffnet der Nutzer eine Mail, klickt auf Langdock und fragt; das Add-in braucht Exchange Online. Bei Clara liegt die Vorarbeit schon da, wenn Outlook morgens aufgeht: Mails sind einsortiert, Entwürfe liegen im Entwurfsordner, und die Ablage wartet auf die Bestätigung.

Abläufe einrichten

Bei Langdock baut jemand in der Kanzlei Agenten und Workflows, testet sie, setzt Kostenlimits und pflegt sie. Bei Clara ist eine Regel ein Satz wie „Lieferantenrechnungen ablegen“, und wiederkehrende Abläufe speichert Clara als Skill, den das Team teilen und anpassen kann.

Ein Standard für alle

Weil Regeln, Skills und der Ablage-Knigge in der Kanzlei geteilt werden, arbeitet die Auszubildende nach demselben Ablauf wie die erfahrene Kollegin. Bei Langdock hängt das Ergebnis stärker davon ab, wie gut jeder Einzelne promptet.

Kontrolle
und Betreuung

Ob KI in der Kanzlei ankommt, hängt vor allem daran, ob die Mitarbeiter ihr vertrauen und sie nach den ersten Wochen weiter nutzen. Clara ist darauf ausgerichtet, dass der Mensch jede Entscheidung behält und das Team mit Begleitung startet.

Freigabe ist eingebaut

Bei Clara ist jede Aktion mit Folgen eine Karte zum Bestätigen: Antwortentwürfe liegen im Entwurfsordner, Ablagevorschläge warten auf den Klick, und Entwürfe, Regeln, Termine oder Skills aus dem Chat werden erst nach Bestätigung übernommen. An Mandanten geht nichts ohne Freigabe raus. Bei Langdock lässt sich das genauso einrichten: Aktionen im Chat fragen standardmäßig nach, in Workflows baut man dafür einen eigenen Schritt „Human in the Loop“ ein.

Entscheidung am Arbeitsplatz

Bei Clara bestätigt der Nutzer dort, wo er ohnehin arbeitet: im Outlook-Entwurfsordner, in der Ablagekarte im Add-in oder im Chat. Bei Langdock-Workflows wartet ein angehaltener Lauf im Langdock-Posteingang oder im Workflow-Monitor, und freigeben kann, wer Bearbeitungsrechte am Workflow hat.

Vorschlag statt Ergebnis

Die Ablagekarte zeigt Mandant, Register, Veranlagungsjahr und Bezeichnung vorausgefüllt, und der Nutzer kann jedes Feld vor dem Ablegen ändern. Wo Clara unsicher ist, überspringt sie und nennt den Grund, statt zu raten.

Nachvollziehbar

Zu jeder Regel sieht die Kanzlei, wie oft deren Entwürfe tatsächlich verwendet wurden. So wird sichtbar, welche Regel im Alltag trägt und welche nachgeschärft werden sollte.

Onboarding für jeden Nutzer

Wir richten die Postfach- und die DATEV-Anbindung ein, die Kanzlei bestätigt sie einmal. Danach bekommt jeder Nutzer ein persönliches Onboarding, und wir begleiten die ersten Wochen bis zum Vollbetrieb. Beispiele für Aufträge stehen im Leitfaden Mit Clara arbeiten.

Betreuung für die Kanzlei

Ab 10 Nutzern kommen ein fester Ansprechpartner, ein Workshop zu Einführung und Change Management und die zentrale Steuerung von Regeln, Rechten und Postfächern dazu. Bei Langdock ist Business ein Self-Service-Tarif mit Support per E-Mail; individuellen Support mit festem Ansprechpartner nennt Langdock für Enterprise ab 1.000 Nutzern.

Wer macht
was?

Haken heißt dafür gebaut, Strich heißt teilweise oder selbst zu bauen, Kreuz heißt nicht im Umfang. Bewertet ist Langdock Business mit DATEV-Anbindung über Klardaten oder Riecken und TaxGraph für Steuerrecht, so wie Kanzleien das Paket einsetzen. Wo Langdock etwas nicht dokumentiert, haben wir es nicht als vorhanden gewertet.

  • dafür gebaut
  • teilweise oder über eigene Services
  • nicht im Scope

Ein Klick auf eine Aufgabe zeigt die Begründung.

  • Eingehende Mails ohne Zutun sortieren und verschiebenBei Langdock als selbst gebauter Workflow mit Trigger „New email“, bei Clara über Regeln in einem Satz.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Antwortentwurf liegt beim Öffnen der Mail schon im EntwurfsordnerDas Langdock-Add-in schreibt Entwürfe, wenn man es zu einer geöffneten Mail aufruft. Clara legt sie ab, wo eine Regel es vorsieht.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Schreibstil aus den eigenen gesendeten MailsBei Langdock nicht dokumentiert, der Stil kommt über Anweisungen oder einen Skill.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Anrede, du oder Sie und Ton pro KontaktClara nimmt den bisherigen Schriftverkehr mit genau diesem Kontakt als Maßstab.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Kanzleiwissen, das der Agent selbst pflegt und das auch für Entwürfe im Postfach giltDas Langdock-Gedächtnis gilt laut Dokumentation nur in normalen Chats, die Wissensbasen pflegen Menschen per Upload. Clara schreibt dauerhaftes Wissen selbst als Seite auf, sichtbar mit Verlauf und Rückgängig, und auch die Entwürfe im Postfach nutzen es.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Dokument in der DATEV-Akte ablegenKlardaten liest im DMS nur. Mit Riecken geht es aus dem Chat, Dokument für Dokument.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Ablage beim Eingang vorbereitet, mit Mandant, Register und JahrBei keinem der Bausteine dokumentiert. Clara setzt die Felder nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Bescheid gegen Erklärung prüfen, EinspruchsentwurfBei Langdock selbst zu bauen, bei Clara eine fertige Vorlage.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Steuerrecht mit amtlicher FundstelleBei Langdock über TaxGraph als eigener Vertrag, bei Clara im Preis enthalten.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Fester Preis ohne NutzungskontingentLangdock begrenzt in 5-Stunden- und Wochenfenstern; Workflows zahlen KI-Nutzung zu API-Preisen.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Gleiches Modell auch bei viel NutzungLangdock wechselt nach aufgebrauchtem Kontingent auf GPT-6 Luna, sofern keine Extra Usage gebucht ist.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Postfächer auf Exchange on-premises und IMAPDas Langdock-Add-in braucht Exchange Online, eine IMAP-Anbindung ist nicht dokumentiert. Clara verbindet Microsoft 365, Exchange und IMAP.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Excel, PowerPoint, freie Recherche und ModellwahlKernstärke von Langdock. Clara erstellt Excel-, Word- und PDF-Dateien aus dem Chat, ohne Modellwahl.
    Clara
    Langdock-Paket
  • KI-Einführung über alle Abteilungen eines UnternehmensDafür ist Langdock gebaut. Clara ist für die Arbeit in der Steuerkanzlei gemacht.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Freigabe vor Versand und Ablage, ohne sie einzubauenBei Langdock fragen Chat-Aktionen standardmäßig nach; in Workflows baut man einen „Human in the Loop“-Schritt selbst ein.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Freigabe direkt in Outlook und in der AblagekarteAngehaltene Langdock-Workflows warten im Langdock-Posteingang oder im Workflow-Monitor.
    Clara
    Langdock-Paket
  • Persönliches Onboarding für jeden NutzerLangdock Business ist Self-Service; individuellen Support nennt Langdock für Enterprise ab 1.000 Nutzern.
    Clara
    Langdock-Paket
  • AVV und BerufsgeheimnisträgervereinbarungBeide sauber. Im Langdock-Paket braucht jeder Baustein seinen eigenen Vertrag.
    Clara
    Langdock-Paket

Was kostet was,
ehrlich

Öffentliche Listenpreise, Stand 13. Oktober 2026, alle Preise netto pro Monat. Beim Langdock-Paket kommt zur Plattform je ein Vertrag für DATEV und für Steuerrecht dazu.

Langdock-Paket

ab 25 €

pro Nutzer und Monat für die Plattform

Langdock Business 25 € pro Nutzer, Business Max mit fünffachem Kontingent 99 €. KI-Nutzung in Workflows zusätzlich zu API-Preisen. Dazu DATEV-Anbindung (Klardaten 99 € plus 12 € pro Nutzer oder Riecken 49 € bis 79 € pro DATEV-System) und TaxGraph ab 69 € pro Nutzer oder 359 € pro Kanzlei.

Clara by Intoconvo

ab 150 €

pro Nutzer und Monat

Agent ab 150 €, Agent + DMS ab 250 € mit Zugriff auf die DATEV-Akte, jeweils pro aktivem Nutzer und Monat. Rechtsdatenbank, Bescheidprüfung und die Arbeit im Postfach sind enthalten, ohne Kontingent und ohne Abrechnung nach Token. Kanzleilösung ab 10 Nutzern individuell, Einrichtung inklusive. 14 Tage kostenlos testen.

Alle Preise und Pakete →
Beispiel: 10 Nutzer, Monatsvertrag

Ein fairer Vergleich rechnet das Paket so, wie eine Kanzlei es braucht: Plattform, DATEV-Anbindung und Steuerrecht. Soll Langdock außerdem im Postfach von selbst arbeiten, kommen Workflows dazu.

  • 828 €kosten die Lizenzen: Langdock Business 250 €, Klardaten 99 € plus 120 € für das MCP-Add-on, TaxGraph Kanzlei 359 €. Im Jahresvertrag sind es 684 €. Clara kostet für 10 Nutzer mit Agent + DMS 2.500 €.
  • 2.500Workflow-Läufe enthält der Starter pro Workspace und Monat. Das sind rund 115 Mails pro Arbeitstag für alle Postfächer zusammen; darüber kostet Workflows Business 539 €.
  • 500 €beträgt das Standard-Ausgabenlimit für die KI-Nutzung der Workflows, die nach Token abgerechnet wird. Wie viel davon anfällt, hängt vom Mailaufkommen ab.

Nicht eingerechnet sind beim Langdock-Paket das Bauen und Pflegen der Workflows, Plätze mit Business Max für Vielnutzer und die Einrichtung der DATEV-Anbindung.

Klartext: Legt man nur die Lizenzen nebeneinander, ist das Langdock-Paket deutlich günstiger. Soll es im Postfach von selbst arbeiten wie Clara, kommen Workflows und Token-Kosten dazu, und die Rechnung schwankt mit dem Mailaufkommen. Clara kostet einen festen Betrag pro aktivem Nutzer. In der Differenz stecken die fertigen Abläufe, die vorbereitete Ablage und die Einführung mit Onboarding für jeden Nutzer.

Warum Clara
statt selbst bauen

Langdock ist eine sehr gute Plattform für Kanzleien, die selbst automatisieren wollen und jemanden dafür haben. Für Postfach und Akte bringt Clara die Abläufe fertig mit.

Arbeitet beim Eingang

Clara liest jede eingehende Mail, sortiert sie nach den Regeln der Kanzlei und legt Entwürfe in den Entwurfsordner, wo eine Regel es vorsieht. Bei Langdock passiert das nur, wenn jemand den passenden Workflow baut.

Ablage vorbereitet

Clara erkennt den Mandanten und schlägt Ordner, Register, Veranlagungsjahr und Bezeichnung nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei vor. Abgelegt wird nach Bestätigung, auf Wunsch für viele Mails auf einmal.

Steuerrecht inklusive

Die Rechtsdatenbank ist im Preis enthalten und steckt in der Arbeit selbst: in der Bescheidprüfung, im Antwortentwurf und in der Suche. Beim Langdock-Paket ist das ein eigener Vertrag mit TaxGraph.

Ein Anbieter

Beim Langdock-Paket hat die Kanzlei drei Verträge, drei Auftragsverarbeitungen und drei Ansprechpartner. Stimmt eine Antwort aus DATEV nicht, muss sie erst herausfinden, wer zuständig ist. Bei Clara gibt es einen Ansprechpartner für alles.

Kontrolle ohne Bauaufwand

Die Freigabe vor jedem Versand und jeder Ablage ist bei Clara immer da und liegt dort, wo der Nutzer arbeitet. Beim Langdock-Paket baut sie jemand in jeden Workflow ein.

Wenn Langdock schon im Haus ist, passt Clara gut daneben: Langdock für die freie Arbeit mit KI, Clara für Postfach und Akte. Details im Trust Center, auf der Preisseite oder direkt in einer Demo.

Kurzer Hinweis zum
Berufsgeheimnis

§ 203 StGB entscheidet, wer Mandantendaten überhaupt sehen darf. Die Frage gehört vor den Vertrag, nicht danach.

Hier sind beide sauber. Langdock bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag und eine Berufsgeheimnisträger-Zusatzvereinbarung, ist nach ISO 27001 und SOC 2 Typ II zertifiziert und hostet die Anwendung und die meisten Modelle in der EU; einige Modelle laufen außerhalb der EU und lassen sich abschalten. Im Paket braucht jeder Baustein einen eigenen Vertrag. Bei TaxGraph enthält der günstigste Einzeltarif Essential keine Berufsgeheimnisträgervereinbarung, für Kanzleien kommen deshalb erst Professional oder der Kanzleitarif infrage.

Für Clara als Drittanbieter greift § 203 StGB voll. Wir erfüllen die Anforderungen explizit: schriftliche Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Abs. 4 S. 2 Nr. 1 StGB, AVV nach Art. 28 DSGVO, § 62a StBerG, Hosting in Frankfurt, KI-Verarbeitung in der EU und vertraglich kein Training und keine dauerhafte Speicherung bei den LLM-Anbietern.

Subprozessoren und Nachweise im Trust Center →

Langdock und Clara: die ehrlichen Fragen.

Was ist der Unterschied zwischen Langdock und Clara?
Langdock ist eine KI-Plattform für Unternehmen aller Branchen. Damit baut sich eine Kanzlei ihre Assistenten und Abläufe selbst, und für DATEV und Steuerrecht kommen Bausteine von Drittanbietern dazu, etwa Klardaten oder Riecken für die DATEV-Anbindung und TaxGraph für die Recherche. Clara ist ein KI-Agent, der für die Arbeit einer Steuerkanzlei mit DATEV gebaut ist. Er arbeitet im Postfach, sobald eine Mail eingeht, bereitet die Ablage in die DATEV-Akte vor, prüft Bescheide und belegt Aussagen mit amtlicher Fundstelle. Mit Langdock baut die Kanzlei ihre Abläufe selbst, mit Clara sind sie nach der Einrichtung da.
Hat Langdock Nutzungsgrenzen?
Ja. Langdock begrenzt die Nutzung in einem 5-Stunden-Fenster und in einem Wochenfenster, veröffentlicht dafür aber keine Zahlen. Gemessen wird der Modellverbrauch: Lange Chats, große Dateien, stärkere Modelle und Werkzeuge wie Deep Research verbrauchen schneller. Dazu kommt eine Sperre bei 250 Nachrichten in 3 Stunden. Ist das Kontingent aufgebraucht, schaltet Langdock auf ein kleineres Ersatzmodell um (GPT-6 Luna) oder rechnet mit Extra Usage zu API-Preisen ab. Business Max für 99 € hat das fünffache Kontingent. Clara hat keine Kontingente und kein Fair-Use-Fenster und wechselt bei viel Nutzung nicht auf ein kleineres Modell. Es gibt nur technische Schutzgrenzen, etwa 20 Chat-Nachrichten pro Minute (Stand Oktober 2026).
Was passiert bei langen Chats und großen Dokumenten?
Langdock fasst ältere Teile eines langen Chats automatisch zusammen, damit er ins Kontextfenster passt, und schreibt selbst, dass ältere Details danach weniger zuverlässig sein können. Wissensbasen arbeiten mit Ausschnitten von bis zu 2.000 Zeichen, und laut Langdock sieht das Modell nicht jedes Dokument. Clara arbeitet mit einem Kontextfenster von bis zu einer Million Token, fasst Chatnachrichten nicht zusammen und kürzt nur umfangreiche Werkzeug-Ergebnisse aus früheren Schritten. Wird ein Chat zu lang, sagt Clara das, und ein neuer Chat kann den alten lesen. Große Tabellen rechnet Clara vollständig in einer abgeschotteten Umgebung durch, PDFs und Sammelscans liest sie bis 400 Seiten.
Kann Langdock Dokumente in DATEV ablegen?
Das hängt von der DATEV-Anbindung ab. Klardaten kann im DATEV DMS suchen und lesen, aber nicht ablegen; die einzige Schreibaktion ist ein Buchungsstapel im Rechnungswesen, der in DATEV noch freigegeben werden muss. Mit Riecken „MCP for DATEV“ (49 € oder 79 € pro DATEV-System) kann man aus dem Chat ablegen, nach einem Änderungsplan mit Vorschau, Dokument für Dokument. Clara bereitet die Ablage bei jeder eingehenden Mail selbst vor, mit Mandant, Register und Veranlagungsjahr nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei, und legt nach Bestätigung ab, auf Wunsch für viele Mails auf einmal.
Lernt Langdock meinen Schreibstil?
Ein Lernen des Schreibstils aus gesendeten Mails ist in der Langdock-Dokumentation nicht beschrieben. Den Stil gibt man dort über Anweisungen oder einen Skill vor. Das Gedächtnis fasst höchstens 50 Einträge und gilt nur in normalen Chats, nicht in Agenten- oder Projekt-Chats; auch die persönlichen Anweisungen greifen in Agenten nicht. Clara leitet den Schreibstil jedes Nutzers aus seinen gesendeten Mails ab und übernimmt Anrede, du oder Sie, Länge und Ton aus dem bisherigen Schriftverkehr mit genau diesem Kontakt.
Wer behält bei Clara und bei Langdock die Kontrolle?
Bei beiden kann der Mensch das letzte Wort haben, der Unterschied liegt darin, wer das einrichtet. Bei Langdock fragen Aktionen im Chat standardmäßig nach einer Bestätigung, und in Workflows baut man einen Schritt „Human in the Loop“ ein; ein angehaltener Lauf wartet dann im Langdock-Posteingang oder im Workflow-Monitor auf jemanden mit Bearbeitungsrechten. Bei Clara ist die Freigabe immer eingebaut: Antwortentwürfe liegen im Outlook-Entwurfsordner, Ablagevorschläge sind Karten mit vorausgefüllten Feldern, die der Nutzer vor dem Ablegen ändern kann, und Vorschläge aus dem Chat werden erst nach Bestätigung übernommen. An Mandanten geht nichts ohne Freigabe raus, und in der DATEV-Akte landet nichts ohne Bestätigung.
Wie werden die Mitarbeiter eingeführt?
Bei Clara richten wir Postfach- und DATEV-Anbindung ein, jeder Nutzer bekommt ein persönliches Onboarding, und wir begleiten die ersten Wochen bis zum Vollbetrieb. Ab 10 Nutzern gibt es einen festen Ansprechpartner und einen Workshop zu Einführung und Change Management. Langdock Business ist ein Self-Service-Tarif mit Support per E-Mail und Anleitungen; individuellen Support mit festem Ansprechpartner nennt Langdock für den Enterprise-Tarif ab 1.000 Nutzern. Für die DATEV-Anbindung über Klardaten installiert der IT-Partner der Kanzlei oder DATEV einen kleinen Connector, den Rest übernimmt Klardaten; die Verbindung zu Langdock und die Abläufe darauf richtet die Kanzlei selbst ein.
Wir nutzen Langdock schon. Brauchen wir Clara?
Langdock ist stark für alles, was Mitarbeiter frei mit KI machen: Texte, Excel, Präsentationen, Recherche und eigene Agenten für Abläufe, die nur die eigene Kanzlei hat. Clara übernimmt Postfach und Akte, ohne dass jemand dafür Workflows bauen und pflegen muss, und arbeitet auch dann im Hintergrund weiter, wenn niemand daran denkt. Viele Kanzleien können beides gut nebeneinander nutzen. Wer Clara 14 Tage an einem echten Postfach testet, sieht danach, was von selbst passiert ist.
Ist Langdock datenschutzrechtlich für Kanzleien geeignet?
Ja. Langdock bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag und eine Berufsgeheimnisträger-Zusatzvereinbarung, ist nach ISO 27001 und SOC 2 Typ II zertifiziert und hostet die Anwendung in der EU. Einige Modelle laufen laut Langdock außerhalb der EU und lassen sich abschalten. Im Paket braucht jeder Baustein seinen eigenen Vertrag: Bei TaxGraph enthält der günstigste Einzeltarif Essential keine Berufsgeheimnisträgervereinbarung. Clara bietet AVV inklusive § 203 StGB, Hosting in Frankfurt, KI-Verarbeitung in der EU und kein Training auf Kundendaten.
Conrad Denzer, Mitgründer von Intoconvo

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