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Clara als Alternative zu Dr. Mailo®

Dr. Mailo® ist der direkteste Wettbewerber von Clara: ein deutscher KI-E-Mail-Agent für Steuerkanzleien mit Doku-Agent, DATEV-Anbindung, öffentlichen Preisen und öffentlich dokumentierter Compliance. Bei den Grundfunktionen liegen beide nah beieinander — die Entscheidung fällt im Detail: Abrechnung nach E-Mail-Volumen oder pro Nutzer, IMAP mit oder ohne Abstriche, Beleg-Ablage oder Vorgangserkennung im DMS, und was der Agent kann, wenn er das Postfach verlässt.

Veröffentlicht 24. April 2026 · aktualisiert 6. September 2026 · Quellen: öffentlich zugängliche Angaben auf drmailo.de, Stand 4. September 2026

TL;DR

Zwei ernsthafte Anbieter für dieselbe Arbeit: Dr. Mailo® teilt sie auf einen E-Mail-Agent und einen Doku-Agent auf, bei Clara erledigt ein Agent beides — Mandantenpost beantworten und in der DATEV-Akte ablegen, prüfen und wiederfinden. Bei den Grundfunktionen sind beide seit September 2026 nah beieinander, beide publizieren Preise, AVV und Subprozessoren. Die Entscheidung fällt an drei Stellen: worauf die Rechnung reagiert (E-Mail-Volumen ab 249 € pro Kanzlei gegen ab 150 € pro Nutzer ohne Volumen-Limit), wie ein Postfach außerhalb von Microsoft 365 behandelt wird, und was der Agent neben dem Postfach kann — Clara erzeugt Excel-, CSV-, PDF- und Word-Dateien und liest auf Wunsch einen freigegebenen Ordner.

Zwei Werkzeuge, zwei Aufgaben

Was ist Dr. Mailo®?

Ein KI-E-Mail-Agent für Steuerkanzleien (drmailo.de), betrieben von DPA Consulting. Das Kernprodukt klassifiziert E-Mails in einer zweistufigen Pipeline, erkennt Mandanten über einen nächtlichen DATEV-Stammdaten-Sync, identifiziert Fristen mit Rückschreibung nach DATEV und erstellt Antwort-Entwürfe im Kanzlei-Ton. Dazu kommt ein Doku-Agent, der Anhänge sichert, per OCR ausliest, dem richtigen Mandanten zuordnet und nach Freigabe ins DATEV DMS oder in DATEV Unternehmen Online hochlädt. Ein Voice-Assistent, ein Mandanten-Portal und eine Kanzlei-Wissensdatenbank (RAG) gehören seit dem Tarifumbau vom September 2026 zu jedem Tarif; der Anbieter positioniert das Produkt als Baustein seines „KI-Betriebssystems“ KORE samt Prozessberatung. Compliance ist transparent aufgestellt: AVV nach Art. 28 DSGVO inklusive § 203-Abschnitt, Subprozessoren-Liste mit Zweck und Standort und eine Trust-Seite sind öffentlich abrufbar, das Kern-Hosting läuft in Stockholm und Frankfurt.

Nicht im Scope

Ein IMAP- oder Google-Postfach mit demselben Funktionsumfang wie Microsoft 365: Der Anbieter benennt dafür vier Abstriche, vom fehlenden Sofort-Abruf bis zum Entwurf, der nicht im Entwürfe-Ordner landet. Und das Erzeugen eigener Dateien — Auswertungen, PDFs oder Word-Dokumente aus dem Chat — ist öffentlich nicht ausgewiesen.

Was ist Clara?

Ein KI-Agent für Steuerkanzleien. Im Postfach klassifiziert er Mandanten-Mails, schreibt Antwortentwürfe im Stil jedes einzelnen Mitarbeiters, erkennt Fristen aus freiem Text und führt Regeln aus, die einmal als Satz beschrieben werden. Mit der DATEV-Anbindung reicht derselbe Agent bis in die Akte: Vorgänge erkennen, Anhänge per OCR auslesen und nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei im DATEV DMS ablegen, mit Sammelablage und Prüfprotokoll, dazu Suche über Postfach und Akte hinweg und Bescheidprüfung mit Aktenbezug. Bedient wird er im Chat, auch per Spracheingabe — und aus demselben Chat entstehen fertige Dateien: Excel und CSV für Auswertungen, PDF für Schreiben, Word auch zum Weiterbearbeiten. Auf Wunsch liest er dafür einen freigegebenen lokalen Ordner aus.

Nicht im Scope

Ein Mandanten-Portal und eine eigene Wissensdatenbank-Oberfläche; Vorlagen und Musterschreiben liest Clara aus dem Kanzlei-Ordner ihrer Dateiablage. Und BYOK: Clara bringt den EU-LLM-Stack mit, den eigenen KI-Vertrag der Kanzlei gibt es hier nicht.

Wer macht
was?

Ehrliche Matrix, sortiert nach Entscheidungsrelevanz: oben die Punkte, an denen Clara weitergeht, in der Mitte, was beide Produkte können, unten die drei Punkte, an denen Dr. Mailo® weitergeht. Haken heißt dafür gebaut, Strich heißt teilweise oder über eigene Services, Kreuz heißt nicht im Scope. Angaben zu Dr. Mailo® stammen aus öffentlich zugänglichen Informationen auf drmailo.de — Startseite, Preisseite, Vergleichsseite, FAQ, AVV, Subprozessoren-Liste und Trust-Seite, Stand 4. September 2026. Hinweise auf Fehler nehmen wir gern auf und korrigieren zügig.

  • dafür gebaut
  • teilweise oder über eigene Services
  • nicht im Scope
  • Fertige Dateien aus dem Chat: Excel, CSV, PDF und WordClara erzeugt Auswertungen und Schreiben als echte Dateien und bearbeitet bestehende Word-Dokumente weiter — aus dem, was sie im Postfach und in der DATEV-Akte findet. Bei Dr. Mailo® ist freies Erzeugen von Dateien öffentlich nicht ausgewiesen; herunterladbar sind Aktivitätsverlauf und Ablage-Übersicht als Tabelle.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • Einen lokalen oder Netzwerk-Ordner anbindenClara liest einen im Browser freigegebenen Ordner, zeigt die Dateiliste und übernimmt die ausgewählten Dateien; die Freigabe gilt nur für die Sitzung. Dauerhaft liest Clara Dateien aus ihrer eigenen Dateiablage mit einem Kanzlei-Ordner und einem persönlichen Ordner. Bei Dr. Mailo® kommen Belege über Mail, Mandanten-Portal oder WhatsApp.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • Vorgänge statt Einzelbelege erkennen, nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei ablegen, mit Sammelablage, Ablagehistorie und Prüfprotokoll
    Clara
    Dr. Mailo®
  • Ohne E-Mail-Kontingent nutzbarDr. Mailo® rechnet nach Volumen: 1.500 E-Mails/Monat (Start), 6.000 (Kanzlei), 18.000 (Praxis), 45.000 (Gruppe), jeweils geteilt über alle Postfächer — Postfächer und Nutzer selbst sind unbegrenzt. Clara rechnet pro Nutzer, ohne Volumen-Limit.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • Rechtsquelle im Schreiben ohne zusätzliches Verlags-AboDr. Mailo® bindet die Fachdatenbank des Deubner Verlags in jedem Tarif an, der Zugang zur Datenbank selbst kommt laut Preisseite aber vom Verlag und ist nicht Teil des Preises; ohne verbundenen Zugang vermerkt der Entwurf, dass die Fundstelle noch zu ergänzen ist. Clara pflegt eine tagesaktuelle Rechtsdatenbank selbst und nennt die Fundstelle ohne weiteres Abo.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • Entwürfe im Schreibstil des einzelnen MitarbeitersDr. Mailo® schreibt im Kanzlei-Ton und greift dafür auf kanzleiweit geteilte Textbausteine zu. Clara kalibriert den Stil je Mitarbeiter: Wer seit Jahren knapp schreibt, bekommt keine Entwürfe in der Handschrift des Seniorpartners.
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    Dr. Mailo®
  • Postfächer außerhalb von Microsoft 365 ohne FunktionsabstricheDr. Mailo® setzt Microsoft 365 oder Outlook voraus: „Andere E-Mail-Systeme wie IMAP oder Google Workspace unterstützen wir derzeit nicht.“ (Stand 6. September 2026, Anbieter-FAQ). IMAP ist für das dritte Quartal 2026 angekündigt. Bei Clara ist ein IMAP/SMTP-Postfach bei Klassifikation, Antwortentwürfen und DMS-Ablage gleichwertig mit Microsoft 365. Das Outlook-Add-in, Funktionspostfächer und das Aufräumen des Postfachs per Chat setzen Microsoft 365 oder Exchange voraus. Gmail bindet Clara als Postfach nicht an.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • Die DATEV-Akte zurücklesen: Suche über Postfach und Akte hinwegDr. Mailo® durchsucht laut DATEV-Seite inzwischen auch die Mandantenakte im DMS und öffnet Bescheide daraus; die Suche setzt dort an der Akte an. Clara sucht Postfach und Akte gemeinsam und beantwortet daraus eine Frage, statt zwei Trefferlisten nebeneinanderzustellen. Im Postfach durchsucht sie dabei alle Postfächer, auf die du in Clara Zugriff hast, also auch mit dir geteilte Postfächer und Funktionspostfächer wie info@, und nennt bei jedem Treffer das Postfach. Aktualisiert am 4. September 2026, hier stand vorher „nein“.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • Einzelne Dokumente gezielt lesen statt im VolltextClara beantwortet Fragen an ein bestimmtes Dokument seitenweise, auch bei umfangreichen PDFs. Dr. Mailo® indexiert Kanzlei-Dokumente in einer Wissensdatenbank und zitiert daraus mit Quellenangabe — ein anderer Zuschnitt derselben Idee.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • § 203 StGB: Kette heute vollständig dokumentiertDr. Mailo®: AVV mit eigenem § 203-Abschnitt öffentlich; alle Personen mit Zugang zu Mandantendaten sind laut AVV nach § 203 Abs. 4 Satz 1 StGB förmlich zur Verschwiegenheit verpflichtet, die Erklärung wird auf Anfrage vorgelegt. Offen bleibt allein die dort angekündigte finale § 203-Vereinbarung über den AVV hinaus, die ein Fachanwalt für IT-Recht erstellt. Clara: Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Abs. 4 Nr. 1 StGB und § 62a StBerG dokumentiert und im Einsatz.
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    Dr. Mailo®
  • Mandanten-Mails klassifizieren und Antwortentwürfe im Kanzlei-Ton schreibenDer gemeinsame Kern. Dr. Mailo® nennt beide Produkte in seinem eigenen Vergleich an dieser Stelle offen vergleichbar.
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  • Fristen aus dem E-Mail-Text erkennen und nach Bestätigung weitertragenClara extrahiert Datum und Aktenzeichen aus dem Freitext und führt die Frist mit Datum und Originalsatz in der Aufgabenliste. Die Fristenkontrolle in DATEV bleibt bei euch.
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  • Steuerbescheide erkennen, auslesen und Einspruch vorbereitenDr. Mailo® erkennt Bescheide in der E-Mail, gleicht festgesetzte gegen erklärte Beträge ab und markiert die Abweichung mit Betrag und Richtung. Clara liest Bescheide aus der DATEV-Akte und argumentiert gegen eine tagesaktuelle, selbst gepflegte Rechtsdatenbank.
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    Dr. Mailo®
  • Mandantenstammdaten aus DATEV übernehmenDr. Mailo®: nächtlicher Stammdaten-Sync, dazu DATEV Unternehmen Online, Rechnungswesen und Fristen-Rückschreibung. Clara: offizielle DATEV-APIs, kein Screenscraping, und im Tarif Agent + DMS liest sie zusätzlich offene Posten, Summen- und Saldenliste und Kontoblätter aus DATEV Rechnungswesen sowie Mitarbeitende und Abrechnungsergebnisse aus DATEV Lohn und Gehalt.
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    Dr. Mailo®
  • Anhänge per OCR auslesen und im DATEV DMS ablegenDr. Mailo® legt beleg-orientiert ab: nach Freigabe ins Register der Wahl, mit passender Dokumentart und der erkannten Frist in der Dokumentbeschreibung; Ordner und Register kommen aus der DATEV-Installation der Kanzlei.
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  • Noise-Filter, Nachfassen bei fehlenden Unterlagen, Vollständigkeitsprüfung und Sammelscans seitenweise trennenSeit September 2026 bei beiden Anbietern vorhanden; bis dahin stand hier für Dr. Mailo® „k. A.“. Bei der Stapelverarbeitung lohnt der Blick auf die Einheit: Dr. Mailo® verarbeitet bis zu 25 Belege je Durchgang, Clara bis zu 100 E-Mails je Batch. Die Vollständigkeitsprüfung von Dr. Mailo® umfasst laut Anbieter eine Anforderungsliste je Auftrag und ein Ergebnis je angekündigtem Anhang.
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  • Kalender lesen und konkrete Terminvorschläge in Entwürfe schreibenBeide, seit September 2026 auf vergleichbarem Stand. Dr. Mailo®: Outlook- oder Google-Kalender, zwei bis drei nachweislich freie Fenster im Entwurf, ohne lesbaren Kalender lieber keine Zeit als eine erfundene. Clara liest Microsoft- und Google-Kalender, wertet Frei/Belegt-Blöcke aus und schlägt Termine im Entwurf vor.
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  • Protokoll der Agenten-AktionenDr. Mailo®: Aktivitätsverlauf mit Zeit, Urheber und Status ausgewählter KI- und Kanzleiaktionen, je Mitarbeiter einsehbar und als Tabelle herunterladbar — kein Protokoll sämtlicher Aktionen. Clara: Tagesprotokoll aller Clara-Aktionen mit Statistiken und Feedback per Daumen.
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  • Bedienung per SpracheDr. Mailo®: Voice-Assistent zum Diktieren und Abfragen. Clara: Spracheingabe im Chat — einsprechen, Clara transkribiert und arbeitet direkt damit weiter.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • LLM-Zugang ohne eigenen API-Key der KanzleiBeide bringen den KI-Zugang mit. Dr. Mailo®: Azure OpenAI in der EU im Preis enthalten, ein eigener Schlüssel ist wahlweise möglich, dann gelten die Bedingungen des eigenen Anbieters. Clara: EU-hostete LLMs mit vertraglichem Zero Retention, ein eigener Key ist nicht vorgesehen. Aktualisiert am 4. September 2026: Bis zum Tarifumbau war der eigene Schlüssel bei Dr. Mailo® der vorgesehene Betriebszustand, das Azure-Kontingent laut FAQ nur der Übergang.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • Verarbeitung ausschließlich in der EU, inklusive LLMDr. Mailo®: Datenbank und Speicher in Stockholm, Anwendung in Frankfurt, Sprachmodelle über Azure OpenAI in Frankfurt, Sprachein- und -ausgabe über Azure Speech in Schweden — alles EU. Bindet die Kanzlei im BYOK-Modell einen Anbieter außerhalb der EU an, gilt laut AVV dessen Regime. Clara: Frankfurt am Main, Google Cloud europe-west3, EU-only inklusive LLM, ohne BYOK-Pfad.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • Subprozessoren-Liste öffentlichDr. Mailo®: Liste mit Zweck und Standort auf drmailo.de/auftragsverarbeiter. Clara: 14 Subprozessoren in 8 Kategorien im Trust Center.
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    Dr. Mailo®
  • Incident-Meldung vertraglich schneller als die 72 Stunden der DSGVODr. Mailo®: laut öffentlichem AVV unverzüglich, spätestens 24 Stunden. Clara: 48 Stunden, vertraglich im AVV.
    Clara
    Dr. Mailo®
  • Ohne Mindestlaufzeit kündbarBeide bieten einen Monatsvertrag ohne Mindestlaufzeit, bei beiden ohne Einrichtungsgebühr — die Onboarding-Gebühr von 990 bis 1.490 € hat Dr. Mailo® mit dem Tarifumbau gestrichen. Der Unterschied steckt im Jahresvertrag: bei Dr. Mailo® 12 Monate Mindestlaufzeit, 3 Monate Kündigungsfrist und eine Ausgleichszahlung von zwei Monatsraten bei vorzeitiger Kündigung; bei Clara genügen 30 Tage vor Ablauf, eine Ausgleichszahlung gibt es nicht, und der Monatsvertrag ist jederzeit kündbar.
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    Dr. Mailo®
  • 14 Tage kostenlos testen, ohne ZahlungsdatenBei Dr. Mailo® umfasst die Testphase laut Preisseite ein Postfach und 500 Mails, dazu gibt es einen Testzugang per Einladungslink mit DATEV-Testanbindung und Beispieldaten, ohne eigenes Postfach. Clara testet mit vollem Funktionsumfang am eigenen Postfach.
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  • Formalisierte Prüfbestätigung pro Frist, revisionssicher protokolliertDr. Mailo®: Bestätigung per Klick, laut Anbieter revisionssicher im Prüfprotokoll, zweistufige Eskalation über Outlook-Markierung und Tagesbericht an die Berufsträger, Fehlerkennung per Klick entfernbar. Clara: Nachfass-Entwürfe für offene Vorgänge und Meldung überfälliger Aufgaben, Wiedervorlage legt sich selbst an, jede Aktion im Tagesprotokoll — aber keine Bestätigung je einzelner Frist.
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  • DATEV-Anbindung schon im EinstiegstarifDr. Mailo® hat sie seit September 2026 in jedem Tarif, also ab 249 € pro Kanzlei und Monat. Bei Clara gehört sie erst zum Tarif Agent + DMS (350 € pro Nutzer und Monat). Aktualisiert am 4. September 2026, hier stand vorher für beide „nein“.
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    Dr. Mailo®
  • Mandanten-Portal im selben ProduktBei Dr. Mailo® laut Preisseite in jedem Tarif enthalten. Clara hat kein Mandanten-Portal. Aktualisiert am 4. September 2026, das war vorher an die größeren Tarife gekoppelt.
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    Dr. Mailo®
  • Kanzlei-Wissensdatenbank im selben ProduktBei Dr. Mailo® laut Preisseite in jedem Tarif enthalten. Clara liest Vorlagen, Briefbögen und Musterschreiben aus dem Kanzlei-Ordner ihrer Dateiablage und nutzt die in der Kanzlei geteilten Skills. Eine eigene Wissensdatenbank-Oberfläche hat sie nicht.
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    Dr. Mailo®

Was kostet was,
ehrlich

Beide Anbieter publizieren ihre Preise. Seit dem Tarifumbau von Dr. Mailo® im September 2026 ist der strukturelle Unterschied klar benennbar: Dort staffeln vier Tarife dasselbe Produkt nach E-Mail-Volumen, Clara rechnet pro Nutzer ohne Volumen-Limit ab. Stand 4. September 2026.

Dr. Mailo®

249 € bis ab 3.999 €

pro Kanzlei und Monat, zzgl. MwSt.

Vier Tarife mit identischem Funktionsumfang, unterschieden allein durch das monatliche E-Mail-Volumen: Start 249 € für 1.500 Mails, Kanzlei 899 € für 6.000, Praxis 1.999 € für 18.000, Gruppe ab 3.999 € für 45.000. Postfächer und Dashboard-Nutzer sind in jedem Tarif unbegrenzt, DATEV-Anbindung, Bescheidprüfung, Mandanten-Portal und Wissensdatenbank ebenfalls. Keine Einrichtungsgebühr; die frühere Onboarding-Gebühr von 990 bis 1.490 € ist entfallen. Beim Jahresvertrag zahlt die Kanzlei zehn statt zwölf Monatsraten, dafür 12 Monate Mindestlaufzeit, 3 Monate Kündigungsfrist und eine Ausgleichszahlung von zwei Monatsraten bei vorzeitiger Kündigung. 14 Tage kostenlos testen, mit einem Postfach und 500 Mails.

Clara by Intoconvo

ab 150 €

pro Nutzer und Monat

Agent ab 150 €, Agent + DMS ab 350 € mit Zugriff auf die DATEV-Akte — die DATEV-Anbindung gehört nicht zum Einstiegstarif. Kanzleilösung ab 10 Nutzern individuell, Einrichtung inklusive. Abgerechnet pro Nutzer statt pro E-Mail-Volumen, ohne Einrichtungsgebühr. 14 Tage kostenlos testen, ohne Zahlungsdaten, am eigenen Postfach.

Alle Preise und Pakete →
Wo die beiden Modelle kippen

Die Preise lassen sich nicht direkt nebeneinanderlegen: Dr. Mailo® berechnet E-Mails, Clara Nutzer. Vergleichbar werden sie erst an einem Punkt — dem, an dem das Volumen den nächsten Tarif erzwingt. Als Beispielzahl dient die des Anbieters selbst: 80 E-Mails am Tag.

  • 1.760E-Mails im Monat bei 80 am Tag und 22 Arbeitstagen — mehr, als der Start-Tarif mit 1.500 abdeckt.
  • 899 €kostet dann der nächste Tarif bei Dr. Mailo®, unabhängig davon, wie viele Menschen in der Kanzlei arbeiten.
  • 5 Nutzerbekommt die Kanzlei bei Clara für dasselbe Geld — im Tarif Agent und ohne Volumen-Limit; mit Zugriff auf die DATEV-Akte sind es 2.

Womit die Rechnung auch in die andere Richtung geht: Ab etwa 6 Mitarbeitenden mit eigenem Zugang wird das Kanzlei-Modell günstiger, und je mehr Köpfe bei gleichbleibender Post dazukommen, desto deutlicher. Wer viel Post im kleinen Team hat, fährt mit der Pro-Nutzer-Rechnung besser. Zahlen laut drmailo.de, Stand 4. September 2026.

Klartext: Die beiden Modelle reagieren auf verschiedene Größen. Bei Dr. Mailo® entscheidet das E-Mail-Volumen, bei Clara die Zahl der Nutzer. Eine größere Kanzlei mit ruhigem Posteingang fährt mit dem Kanzlei-Tarif oft besser — und wenn er gewinnt, gewinnt er. Wer viel Post bekommt, sollte vorher nachrechnen: Dr. Mailo® setzt in der eigenen Beispielrechnung 80 E-Mails pro Tag an, das sind rund 1.760 im Monat und damit mehr, als der Start-Tarif abdeckt. Dr.-Mailo®-Preise laut drmailo.de, Stand 4. September 2026, bei jährlicher Zahlung günstiger. Ändern sich Tarife oder Konditionen, aktualisieren wir diesen Vergleich gerne: eine kurze Mail an marc@intoconvo.com genügt.

Warum Clara
statt Dr. Mailo®

Dr. Mailo® ist ein ernstzunehmendes Produkt mit ähnlichem Zuschnitt. Clara ist die bessere Wahl, wenn dir diese Punkte wichtig sind.

Der Preis reagiert auf Köpfe, nicht auf den Posteingang

Dr. Mailo® rechnet nach E-Mail-Volumen ab: 1.500 Mails im Start-Tarif für 249 €, 6.000 für 899 €. Das Volumen ist die Größe, die eine Kanzlei am wenigsten steuert — Mandanten und Finanzämter schreiben, wann sie wollen, und die Fristensaison fragt nicht nach dem Tarif. Zur Einordnung: Der Anbieter selbst rechnet in seinem Beispiel mit 80 E-Mails pro Tag, also rund 1.760 im Monat. Clara rechnet pro Nutzer, ohne Volumen-Limit — ein Mailschub im Mai ändert die Rechnung nicht. Dafür zahlt eine Kanzlei mit vielen Köpfen und wenig Post bei Dr. Mailo® weniger; durchrechnen lohnt sich in beide Richtungen.

IMAP im vollen Kernumfang

Dr. Mailo® setzt ein Postfach in Microsoft 365 oder Outlook voraus; die eigene FAQ nennt IMAP und Google Workspace ausdrücklich als derzeit nicht unterstützt, angekündigt ist IMAP für das dritte Quartal 2026 (Stand 6. September 2026). Bei Clara ist ein IMAP/SMTP-Postfach bei Klassifikation, Antwortentwürfen und DMS-Ablage gleichwertig mit Microsoft 365. Das Outlook-Add-in, Funktionspostfächer und das Aufräumen des Postfachs per Chat setzen Microsoft 365 oder Exchange voraus. Für eine Kanzlei mit eigenem Mailserver, IONOS oder Strato entscheidet dieser Punkt, ob das Produkt überhaupt in Frage kommt.

Der Agent arbeitet mit Dateien, nicht nur mit Mails

Aus Claras Chat entstehen fertige Dateien: Excel und CSV für Auswertungen, PDF für Schreiben, Word auch zum Weiterbearbeiten eines bestehenden Dokuments. Sie liest einzelne Dokumente gezielt seitenweise statt im Volltext, und wenn du ihr einen lokalen oder Netzwerk-Ordner freigibst, übernimmt sie daraus genau die Dateien, die du auswählst. Dauerhaft liest sie aus ihrer eigenen Dateiablage mit Kanzlei-Ordner und persönlichem Ordner. Bei Dr. Mailo® ist freies Erzeugen von Dateien öffentlich nicht ausgewiesen; herunterladbar sind Aktivitätsverlauf und Ablage-Übersicht als Tabelle.

Bescheide aus der Akte, hundert auf einmal

Beide prüfen Bescheide. Dr. Mailo® erkennt sie in der E-Mail und gleicht festgesetzte gegen erklärte Beträge ab. Clara holt den Bescheid aus der DATEV-Akte, benennt die Abweichung, begründet sie und legt den Einspruchsentwurf vor — auf Wunsch für hundert Bescheide in einem Durchgang, statt für jeden einzeln.

Die Rechtsquelle ist im Preis

Dr. Mailo® bindet die Fachdatenbank des Deubner Verlags in jedem Tarif an, der Zugang zur Datenbank selbst kommt laut Preisseite aber vom Verlag und ist nicht Teil des Preises; ohne verbundenen Zugang vermerkt der Entwurf, dass die Fundstelle noch zu ergänzen ist. Intoconvo pflegt die Rechtsdatenbank selbst und hält sie tagesaktuell: amtliche Fundstelle im Entwurf, ohne zweites Abo und ohne Lücke, wenn keins vorhanden ist.

Ablage auf Vorgangsebene

Beide legen sauber ab, Dr. Mailo® bis ins Register, die Dokumentart und die Frist in der Dokumentbeschreibung. Clara denkt eine Ebene höher: Vorgangserkennung statt Einzelbeleg, Ablage nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei, Sammelablage, Ablagehistorie und Prüfprotokoll. Und die Suche läuft über Postfach und Akte gemeinsam, statt zwei Trefferlisten nebeneinanderzustellen.

Verarbeitung an einem Ort

Beide bringen den KI-Zugang mit; ein eigener Schlüssel ist bei keinem Pflicht — bei Dr. Mailo® ist er seit dem Tarifumbau nur noch eine Option. Der Unterschied liegt in der Verteilung: Dr. Mailo® nennt Datenbank und Speicher in Stockholm, Anwendung und Sprachmodelle in Frankfurt, Sprachein- und -ausgabe in Schweden. Clara verarbeitet in Frankfurt am Main, Google Cloud europe-west3, inklusive LLM und mit vertraglichem Zero Retention. Beides ist EU; das eine ist ein Standort, das andere eine Landkarte.

Der Jahresvertrag ohne Nachlauf

Beim Monatsvertrag sind beide gleichauf, und die Einrichtungsgebühr hat Dr. Mailo® gestrichen. Der Unterschied steckt im Jahresvertrag: dort 12 Monate Mindestlaufzeit, 3 Monate Kündigungsfrist und eine Ausgleichszahlung von zwei Monatsraten bei vorzeitiger Kündigung. Bei Clara reichen 30 Tage vor Ablauf, eine Ausgleichszahlung gibt es nicht, und der Monatsvertrag ist jederzeit kündbar. Ab 150 € pro Nutzer und Monat, mit Zugriff auf die DATEV-Akte 350 €.

Testen am eigenen Postfach

Beide testen 14 Tage ohne Kreditkarte. Bei Dr. Mailo® umfasst die Testphase ein Postfach und 500 Mails, dazu gibt es einen Testzugang mit Beispieldaten ohne eigenes Postfach. Clara testet mit vollem Funktionsumfang am eigenen Postfach — was du siehst, ist dein Mandantenverkehr, nicht eine Demo-Inbox.

Messung statt Modellrechnung

Dr. Mailo® nennt „10 Stunden pro Woche“ und einen ROI ab dem ersten Monat. Grundlage ist laut Fußnote eine Modellrechnung: 2 Minuten pro E-Mail plus 20 Minuten Postfach-Verwaltung pro Tag und Postfach, davon 70 % angesetzt. Das sind Annahmen, keine Messwerte. Clara rechnet konservativer mit 2 bis 3 Stunden täglich pro Team und liefert stattdessen einen Messpunkt: Die Trefferquote im Schattenbetrieb ist pro Kanzlei sichtbar, bevor die erste echte Antwort rausgeht.

Produkt statt Transformationsprojekt

Dr. Mailo® positioniert sich selbst als Baustein von KORE, einem „KI-Betriebssystem“ mit Reifegrad-Analyse, einer Roadmap „von Stufe 1.0 zu 4.0“ und begleiteter Einführung. Wer die KI-Reise der ganzen Kanzlei als Projekt aufsetzen will, findet dort mehr als einen Posteingang. Clara geht den umgekehrten Weg: neue Fähigkeiten kommen als Produkt-Updates für alle Kanzleien, ohne Reifegrad-Audit und ohne Tagessätze. Und was nur diese eine Kanzlei braucht, bringt sie Clara selbst als Skill bei — ein wiederkehrender Ablauf, einmal beschrieben, danach abrufbar. Anbinden, Schattenbetrieb, Vollbetrieb.

Geführtes Onboarding

Zwei bis vier Wochen von Setup bis Vollbetrieb, mit messbarer Klassifikations-Qualität am eigenen Postfach. Nicht Self-Service in unter zehn Minuten, dafür Betriebssicherheit ab der ersten echten Antwort.

Umgekehrt gilt: Wer ein Mandanten-Portal oder eine eigene Kanzlei-Wissensdatenbank im selben Produkt sucht, unbegrenzt viele Nutzer bei überschaubarem Mailaufkommen abdecken will, bewusst den eigenen LLM-Vertrag mitbringen möchte, den rechnerischen Abgleich zwischen Bescheid und Erklärung als Pflichtfunktion sieht oder eine formal protokollierte Prüfbestätigung pro Frist braucht, findet bei Dr. Mailo® Argumente. Details zu Paketen und Konditionen auf der Preisseite, die Compliance-Dokumentation im Trust Center. Oder direkt eine Demo vereinbaren: 30 Minuten, live am eigenen Postfach.

Kurzer Hinweis zum
Berufsgeheimnis

§ 203 StGB entscheidet, wer Mandantendaten überhaupt sehen darf. Die Frage gehört vor den Vertrag, nicht danach.

Dr. Mailo® dokumentiert seine Lage öffentlich, und der Abstand ist klein: Der AVV nach Art. 28 DSGVO steht auf drmailo.de/avv, enthält einen eigenen § 203-Abschnitt mit den zugehörigen technischen und organisatorischen Maßnahmen und hält fest, dass alle Personen mit Zugang zu Mandantendaten nach § 203 Abs. 4 Satz 1 StGB förmlich zur Verschwiegenheit verpflichtet wurden; die Erklärung legt der Anbieter auf Anfrage vor. Dazu kommen die Subprozessoren-Liste auf drmailo.de/auftragsverarbeiter und eine Trust-Seite. Zwei Punkte bleiben offen: die im AVV angekündigte finale § 203-Vereinbarung über den AVV hinaus, die ein Fachanwalt für IT-Recht erstellt, und die KI-Schicht im BYOK-Fall — bindet die Kanzlei einen Anbieter außerhalb der EU an, gilt laut AVV dessen Regime (Stand 4. September 2026).

Für Clara als Drittanbieter greift § 203 StGB voll. Wir erfüllen die Anforderungen explizit: schriftliche Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Abs. 4 Nr. 1 StGB, AVV nach Art. 28 DSGVO, § 62a StBerG, EU-only-Verarbeitung in Frankfurt und vertragliches Zero Retention bei den LLM-Anbietern.

Subprozessoren und Nachweise im Trust Center →

Dr. Mailo® oder Clara?

Worin unterscheiden sich Dr. Mailo® und Clara technisch?
Beide Produkte decken denselben Bogen ab: Arbeit im Postfach (Klassifikation, Fristen-Erkennung, Antwort-Entwürfe im Kanzlei-Ton) und Ablage in DATEV (Anhänge per OCR auslesen, nach Freigabe ablegen), und beide lassen sich per Sprache bedienen. Dr. Mailo® teilt das auf einen E-Mail-Agent und einen Doku-Agent auf; bei Clara erledigt ein Agent beides — die Mandantenpost und die Arbeit in der DATEV-Akte. Die Unterschiede liegen im Stack: Dr. Mailo® setzt ein Postfach in Microsoft 365 oder Outlook voraus und arbeitet über die Microsoft Graph API; andere E-Mail-Systeme wie IMAP oder Google Workspace unterstützt der Anbieter laut eigener FAQ derzeit nicht (Stand 6. September 2026), IMAP ist für das dritte Quartal 2026 angekündigt. Clara bindet Microsoft 365 per OAuth2 an und behandelt jedes IMAP/SMTP-Postfach gleichrangig. Beim LLM-Zugang sind beide inzwischen gleichauf: Dr. Mailo® liefert Azure OpenAI in der EU mit, ein eigener Schlüssel ist wahlweise möglich; Clara stellt EU-hostete LLMs mit vertraglichem Zero Retention bereit, ohne BYOK-Pfad. Der sichtbarste Unterschied im Alltag ist ein anderer: Aus Claras Chat entstehen fertige Dateien — Excel, CSV, PDF und Word, letzteres auch zum Weiterbearbeiten — und sie kann auf Wunsch einen freigegebenen lokalen Ordner auslesen.
Ist Dr. Mailo® §203-StGB-konform?
Dr. Mailo® dokumentiert seine Compliance öffentlich: Der AVV nach Art. 28 DSGVO steht auf drmailo.de/avv und enthält einen eigenen §203-Abschnitt samt technischer und organisatorischer Maßnahmen. Alle Personen mit Zugang zu Mandantendaten sind laut AVV nach §203 Abs. 4 Satz 1 StGB förmlich zur Verschwiegenheit verpflichtet, die Erklärung wird auf Anfrage vorgelegt; dazu kommen die Subprozessoren-Liste auf drmailo.de/auftragsverarbeiter und eine Trust-Seite. Offen bleibt allein die dort angekündigte finale §203-Vereinbarung über den AVV hinaus, die ein Fachanwalt für IT-Recht erstellt (Stand 4. September 2026). Clara dokumentiert denselben Pfad mit Verschwiegenheitsverpflichtung nach §203 Abs. 4 Nr. 1 StGB, §62a StBerG, AVV nach Art. 28 DSGVO und 14 Subprozessoren im Trust Center — in dieser Form im Einsatz. Beide Anbieter machen die Unterlagen vor Vertragsschluss prüfbar.
Warum bietet Clara kein BYOK (eigener API-Key) wie Dr. Mailo®?
Weil BYOK die Verantwortung für den sensibelsten Datenfluss, Mandanten-E-Mails ins Sprachmodell, auf die Kanzlei verlagert: Sie prüft die API-Bedingungen ihres KI-Anbieters selbst, bewertet Drittlandtransfers selbst, verwaltet Keys und zahlt den API-Verbrauch zusätzlich zur Lizenz. Bei Dr. Mailo® ist der eigene Schlüssel seit dem Tarifumbau vom September 2026 nur noch eine Option — der KI-Zugang über Azure OpenAI in der EU ist im Preis enthalten. Wer die Option nutzt, gilt laut AVV allerdings unter den Bedingungen des eigenen Anbieters, und bei einem Anbieter außerhalb der EU greift das dortige Regime. Clara stellt EU-hostete LLMs mit vertraglichem Zero Retention als Teil des Produkts bereit; einen eigenen KI-Vertrag gibt es hier weder als Pflicht noch als Option. Wer BYOK ausdrücklich will, ist bei Dr. Mailo® richtig.
Was kostet Dr. Mailo®?
Dr. Mailo® publiziert vier Tarife pro Kanzlei und Monat, zzgl. MwSt. (Stand 4. September 2026), die sich allein im E-Mail-Volumen unterscheiden: Start 249 € für 1.500 Mails, Kanzlei 899 € für 6.000, Praxis 1.999 € für 18.000 und Gruppe ab 3.999 € für 45.000. Postfächer und Dashboard-Nutzer sind in jedem Tarif unbegrenzt, der Funktionsumfang inklusive DATEV-Anbindung ist überall derselbe, eine Einrichtungsgebühr fällt nicht mehr an. Clara rechnet pro Nutzer ab: Tarif Agent ab 150 €/Nutzer/Monat, Tarif Agent + DMS mit Zugriff auf die DATEV-Akte ab 350 €, ohne Einrichtungsgebühr und ohne Volumen-Limit. Welches Modell günstiger ist, hängt davon ab, wovon die Kanzlei mehr hat: Bei vielen Köpfen und ruhigem Posteingang gewinnt der Kanzlei-Tarif, bei hohem Mailaufkommen im kleinen Team die Pro-Nutzer-Rechnung. Beide Anbieter bieten 14 Tage kostenloses Testen ohne Zahlungsdaten.
Kann ich von Dr. Mailo® zu Clara migrieren?
Ja. Clara wird in Woche 1 neu angebunden: OAuth für Microsoft 365, Exchange Server oder IMAP/SMTP, getrennt DATEV-API für Mandantenstammdaten, optional DMS-Upload-Freigabe. Woche 2 läuft Clara im Schattenbetrieb und klassifiziert parallel zu Dr. Mailo® ohne Versand, Woche 3 Teilproduktion, Woche 4 Vollbetrieb. Erst wenn Clara die Mail-Profile pro Mitarbeiter kalibriert hat, endet der Vertrag bei Dr. Mailo®. Die kostenlose 14-Tage-Testphase kannst du vorab nutzen, um Clara risikofrei am eigenen Postfach zu prüfen.
Welche Postfach-Systeme unterstützen Dr. Mailo® und Clara?
Hier liegt der härteste Unterschied. Dr. Mailo® nutzt die Microsoft Graph API und setzt ein Postfach in Microsoft 365 oder Outlook voraus. Die eigene FAQ sagt dazu wörtlich: „Andere E-Mail-Systeme wie IMAP oder Google Workspace unterstützen wir derzeit nicht.“ IMAP ist laut Anbieter für das dritte Quartal 2026 geplant, eine Freigabe ist öffentlich nicht ausgewiesen (Stand 6. September 2026). Clara bindet Microsoft 365 per OAuth2 an, dazu lokale Exchange-Server und jedes Standard-IMAP/SMTP-Postfach — IONOS, Strato, All-Inkl, Mailbox.org oder eigener Server. Klassifikation, Antwortentwürfe und DMS-Ablage laufen dort genauso wie mit Microsoft 365; Outlook-Add-in und Funktionspostfächer setzen Microsoft 365 oder Exchange voraus. Gmail bindet Clara als Postfach nicht an. Für eine Kanzlei mit eigenem Mailserver entscheidet dieser Punkt, ob das Produkt überhaupt in Frage kommt.
Wie gehen Dr. Mailo® und Clara mit Fristen um?
Beide erkennen Fristen aus dem E-Mail-Text und tragen sie nach Bestätigung weiter. Dr. Mailo® baut darum eine Prüfkette: Ein Berufsträger bestätigt die Prüfung per Klick, laut Anbieter revisionssicher im Prüfprotokoll festgehalten; prüft niemand, eskaliert das System zweistufig, erst als Markierung in Outlook, dann als täglicher Bericht an die Berufsträger. Eine falsch erkannte Frist wird per Klick samt Kalendereintrag entfernt, ebenfalls protokolliert (Stand August 2026). Clara extrahiert Datum und Aktenzeichen aus dem Freitext und führt die Frist mit Datum und Originalsatz in der Aufgabenliste; die Fristenkontrolle in DATEV bleibt bei euch. Bleibt ein Vorgang offen, legt Clara Nachfass-Entwürfe mit steigender Deutlichkeit an und meldet überfällige Aufgaben, Wiedervorlagen legen sich selbst aus dem Posteingang an, und jede Clara-Aktion steht im Tagesprotokoll. Wer eine formalisierte Prüfbestätigung pro Frist als Anforderung hat, sollte diesen Punkt in beiden Demos gezielt ansehen.
Prüfen Dr. Mailo® und Clara Steuerbescheide?
Beide, aber an unterschiedlicher Stelle und mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Dr. Mailo® erkennt eingehende Steuerbescheide in der E-Mail, liest festgesetzte und erklärte Beträge aus und markiert Abweichungen mit Betrag und Richtung, also Nachzahlung oder Erstattung, samt Einspruchsfrist im Kalender und Einspruchs-Entwurf per Klick; seit September 2026 lassen sich Bescheide laut Anbieter auch direkt aus der DATEV-Akte öffnen, und der Entwurf nennt die Fundstelle aus dem Fachverlags-Zugang der Kanzlei, sofern sie einen verbunden hat (Stand 4. September 2026). Clara setzt am DATEV-DMS an: Sie erkennt und liest Bescheide direkt aus der Akte aus und bereitet daraus Einspruchsschreiben vor, gestützt auf eine tagesaktuelle Rechtsdatenbank, die Intoconvo selbst pflegt. Der Unterschied ist die Blickrichtung: Dr. Mailo® prüft primär rechnerisch gegen die Erklärung, Clara argumentiert am aktuellen Rechtsstand. Beides ersetzt die fachliche Entscheidung des Berufsträgers nicht.
Welches Tool ist schneller produktiv?
Das hängt vom gewünschten Weg ab. Dr. Mailo® setzt auf Self-Service: Der Starter-Tarif ist laut Anbieter in unter 10 Minuten live, größere Tarife beinhalten begleitetes Onboarding mit 2 bis 3 Terminen über 1 bis 2 Wochen. Dazu gibt es einen Testzugang, der über einen Einladungslink geöffnet wird: anmelden, und die Testumgebung mit DATEV-Testanbindung steht in Sekunden. Sie enthält laut Anbieter ausschließlich Beispieldaten, das eigene Postfach wird dabei nicht verbunden. Bei Clara bereitet das Team die technische Anbindung vor (OAuth2, Exchange oder IMAP — die Kanzlei bzw. ihr IT-Dienstleister bestätigt nur die Verbindung), danach folgen zwei bis vier Wochen kalibrierter Schattenbetrieb, bevor der Vollbetrieb startet. Der Unterschied ist Philosophie: sofort ein arbeitendes System an Beispieldaten sehen versus geführte Einführung mit messbarer Klassifikations-Qualität am eigenen Postfach, bevor die erste echte Antwort rausgeht.
Conrad Denzer, Mitgründer von Intoconvo

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