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Clara als Alternative zu Fiscova

Fiscova ist eine Kommunikationsplattform für Steuerkanzleien: Telefon, E-Mail, WhatsApp, Brief, Besprechungen und Team-Chat laufen in einem Eingang zusammen, mit Antwortentwürfen im Kanzlei-Stil und Anbindung an DATEV, ADDISON und Simba. Clara ist ein KI-Agent, der an einer Stelle ansetzt und dort tiefer geht: im Postfach, mit der DATEV-Anbindung bis in Ablage und Mandantenakte. Breite gegen Tiefe — dieser Vergleich zeigt, wann welche Entscheidung die richtige ist.

Veröffentlicht 6. September 2026 · Quellen: öffentlich zugängliche Angaben auf fiscova.de sowie der Ausstellereintrag zum Deutschen Steuerberaterkongress 2026, Stand 6. September 2026

TL;DR

Beide arbeiten im Postfach, beide schreiben Entwürfe im Kanzlei-Stil, beide erkennen Fristen, beide dokumentieren § 203 StGB und AVV öffentlich. Danach gehen sie auseinander: Fiscova nimmt Telefon, WhatsApp, Briefe, Besprechungen und Team-Chat dazu und liegt bei 100 € pro Kanzlei plus 100 € pro Nutzer und 1.500 € Onboarding — pro Kopf günstiger als Clara. Clara bleibt beim Postfach und reicht mit der DATEV-Anbindung in Akte, Ablage, Bescheidprüfung und eine tagesaktuelle Rechtsdatenbank hinein, ab 150 € pro Nutzer, ohne Grundgebühr und ohne Einrichtung. Wer Erreichbarkeit über alle Kanäle sucht, nimmt Fiscova. Wer die Arbeit in DATEV loswerden will, nimmt Clara.

Fiscova und Clara, im Zuschnitt

Was ist Fiscova?

Eine Kommunikationsplattform für Steuerkanzleien der Fiscova GmbH in Berlin (fiscova.de), von den Gründern Tobias Wedel und Sebastian Ternes. Der Anbieter nennt sie selbst das „Kommunikations-Betriebssystem für moderne Steuerkanzleien“: Telefon, E-Mail, WhatsApp Business, Brief und Fax per OCR, Besprechungstranskripte und ein interner Team-Chat laufen in einem Eingang zusammen. Die KI transkribiert Anrufe, klassifiziert Vorgänge, verteilt sie an den richtigen Bearbeiter, erkennt fehlende Informationen und fasst nach, erkennt Fristen aus jedem Kanal und schreibt Antwortentwürfe im Stil der Kanzlei — kanalübergreifend, mit derselben Signatur. Angebunden werden DATEV, ADDISON und Simba, Agenda ist angekündigt. Compliance ist öffentlich dokumentiert: Hetzner Nürnberg, AVV nach Art. 28 DSGVO, § 203 StGB, TLS 1.3, AES-256, Zero Data Retention bei den KI-Anbietern, ISO 27001 in Vorbereitung. Wie stark das Telefon im Zentrum steht, zeigt der eigene Wettbewerbsvergleich: Fiscova stellt sich dort neben fonio.ai, Voisento, RufLab und Steuerclara — letzteres beschreibt der Anbieter selbst als „auf Steuerkanzleien ausgerichtete KI-Lösung für 24/7-Anrufannahme“.

Nicht im Scope

Die Arbeit in der DATEV-Akte selbst. Stammdaten und Auftragsstrukturen holt Fiscova nach eigener Angabe aus DATEV in den Communication Layer; eine tiefere native Integration bereitet der Anbieter laut FAQ derzeit erst vor. Bescheidprüfung, eine eigene Rechtsdatenbank und Lohnbüros als Zielgruppe sind öffentlich nicht ausgewiesen.

Was ist Clara?

Der KI-Agent für Steuerkanzleien und Lohnbüros — ein Agent, nicht mehrere. Im Postfach klassifiziert er Mandanten-Mails, schreibt Antwortentwürfe im Stil jedes einzelnen Mitarbeiters, erkennt Fristen aus freiem Text, filtert Newsletter und Systemmails und führt Regeln aus, die einmal als Satz beschrieben werden. Mit der DATEV-Anbindung reicht derselbe Agent bis in die Akte: Vorgänge erkennen, Anhänge per OCR auslesen und nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei im DATEV DMS ablegen, mit vorausgefülltem Register und Ablagehistorie, dazu Suche über Postfach und Akte hinweg und Bescheidprüfung gegen die eigene Berechnung. Für die Fundstelle im Entwurf pflegt Intoconvo eine tagesaktuelle Rechtsdatenbank über Gesetze, Rechtsprechung und BMF-Schreiben. Bedient wird Clara im Chat, auch per Spracheingabe, und aus demselben Chat entstehen fertige Dateien: Excel und CSV für Auswertungen, PDF für Schreiben, Word auch zum Weiterbearbeiten.

Nicht im Scope

Alle Kanäle außer der E-Mail. Clara nimmt keine Mandanten-Anrufe entgegen, hat keinen WhatsApp-Kanal (angekündigt, noch nicht verfügbar), transkribiert keine Besprechungen, holt keine Papierpost herein und bringt keinen internen Team-Chat mit. Und sie ist auf DATEV ausgelegt, nicht auf ADDISON oder Simba.

Wer macht
was?

Ehrliche Matrix, sortiert nach Entscheidungsrelevanz: oben die Punkte, an denen Clara weitergeht, in der Mitte, was beide Produkte können, unten die sieben Punkte, an denen Fiscova weitergeht. Haken heißt dafür gebaut, Strich heißt teilweise oder über eigene Services, Kreuz heißt nicht im Scope. Angaben zu Fiscova stammen aus öffentlich zugänglichen Informationen auf fiscova.de — Startseite, Produktseite, Preisseite, Integrationen, FAQ, Trust-Center und Vergleichsseite, Stand 6. September 2026. Hinweise auf Fehler nehmen wir gern auf und korrigieren zügig.

  • dafür gebaut
  • teilweise oder über eigene Services
  • nicht im Scope
  • Die DATEV-Akte in der Oberfläche: Mandantenprofil, Dokumente, AblagehistorieFiscova zieht laut eigener FAQ Stammdaten und Auftragsstrukturen aus DATEV in den Communication Layer, damit jede Nachricht im Mandantenkontext steht. Clara zeigt die Akte selbst — Dokumente, Ablagehistorie, Anhänge je Mandant — und hängt Dokumente aus der Akte direkt an einen Entwurf.
    Clara
    Fiscova
  • DMS-Ablage in DATEV mit vorausgefülltem Register und VeranlagungsjahrFiscova beschreibt auf der Produktseite, dass Vorgang, Anhang und Antwort im DMS abgelegt werden und Inhalte automatisch in DATEV, ADDISON, Simba oder Agenda strukturiert werden; auf der Integrationsseite ist die DATEV-Anbindung als Stammdaten- und Auftragsanbindung beschrieben, ein Schreibpfad ins DMS ist dort nur für Simba ausgewiesen. Clara füllt Register, Veranlagungsjahr und Belegdatum vor, legt per Klick ab und protokolliert jede Ablage.
    Clara
    Fiscova
  • Suche über Postfach und DATEV-Akte hinweg, auch mandantenübergreifendFiscova hält alle Kanäle in einem durchsuchbaren Eingang zusammen — das ist Suche über Kanäle, nicht über die Akte. Clara beantwortet eine Frage aus Postfach und Akte gemeinsam, statt zwei Trefferlisten nebeneinanderzustellen.
    Clara
    Fiscova
  • Bescheide auslesen und gegen die eigene Berechnung prüfenClara erkennt Bescheide, liest sie aus der Akte aus und bereitet den Einspruch vor. Bei Fiscova ist Bescheidprüfung öffentlich nicht ausgewiesen.
    Clara
    Fiscova
  • Tagesaktuelle Rechtsdatenbank: Fundstelle direkt im AntwortentwurfClara pflegt eine eigene Wissensbasis über Gesetze, Rechtsprechung, BMF-Schreiben, UStAE und AEAO und belegt damit eine Aussage im Entwurf. Fiscova nennt keine Rechtsquelle im Produkt.
    Clara
    Fiscova
  • Fertige Dateien aus dem Chat: Excel, CSV, PDF und WordClara erzeugt Auswertungen und Schreiben als echte Dateien und bearbeitet bestehende Word-Dokumente weiter. Bei Fiscova ist das Erzeugen eigener Dateien öffentlich nicht ausgewiesen.
    Clara
    Fiscova
  • Lohnbüros als ausgewiesene ZielgruppeFiscova adressiert Steuerkanzleien und grenzt sich laut eigener FAQ gegen Branchen außerhalb der Steuer- und Wirtschaftsberatung ab. Clara ist für Steuerkanzleien und Lohnbüros gebaut, mit den Vorgängen, die dort anfallen.
    Clara
    Fiscova
  • 14 Tage kostenlos testen, ohne ZahlungsdatenFiscova bietet eine 30-minütige Demo und nennt Pilotpartnerschaften auf Anfrage; eine kostenlose Testphase ist öffentlich nicht ausgewiesen. Clara testet 14 Tage mit vollem Funktionsumfang am eigenen Postfach.
    Clara
    Fiscova
  • Ohne einmalige Einrichtungsgebühr startenFiscova erhebt einmalig 1.500 € Onboarding. Bei Clara fällt keine Einrichtungsgebühr an, in der Kanzleilösung ist die Einrichtung enthalten.
    Clara
    Fiscova
  • Ohne Grundgebühr je Kanzlei startenFiscova rechnet 100 € Kanzleilizenz plus 100 € je Nutzer und Monat. Clara rechnet ausschließlich pro Nutzer — für kleine Teams der günstigere Einstieg, ab acht Köpfen kippt die Rechnung zugunsten von Fiscova.
    Clara
    Fiscova
  • Mandanten-E-Mails klassifizieren und dem richtigen Mandanten zuordnenDer gemeinsame Kern. Beide erkennen den Mandanten über die DATEV-Stammdaten.
    Clara
    Fiscova
  • Antwortentwürfe im Schreibstil der KanzleiFiscova schreibt laut Produktseite kanalübergreifend im Stil der Kanzlei — derselbe Tonfall in E-Mail, WhatsApp und Telefon-Folgenachricht. Clara kalibriert den Stil je Mitarbeiter aus der gesendeten Korrespondenz.
    Clara
    Fiscova
  • Fristen erkennen und strukturiert weitertragenFiscova erkennt Fristen nach eigener Angabe aus jedem Kanal und hinterlegt sie strukturiert im DMS. Clara extrahiert Datum und Aktenzeichen aus dem freien E-Mail-Text, schlägt die Frist zur Bestätigung vor, überträgt sie nach Freigabe an DATEV und eskaliert, wenn ein Vorgang zu lange offen bleibt.
    Clara
    Fiscova
  • Human-in-the-Loop: nichts geht ohne Freigabe an den MandantenFiscova: „Nichts geht ohne Freigabe raus.“ Clara: Antworten an Mandanten sind ausnahmslos Entwürfe; automatisch versendet wird nur, was die Kanzlei ausdrücklich als Regel eingerichtet hat.
    Clara
    Fiscova
  • Fehlende Unterlagen erkennen und beim Mandanten nachfassenFiscova erkennt fehlende Informationen und fragt automatisiert nach. Clara erkennt aus dem Mail-Verlauf, wenn angeforderte Belege ausbleiben, und bereitet die Nachfass-Mail vor.
    Clara
    Fiscova
  • Anhänge und Scans per OCR auslesen
    Clara
    Fiscova
  • Mandantenstammdaten aus DATEV übernehmenBeide über die DATEV-Schnittstelle, ohne Screenscraping.
    Clara
    Fiscova
  • Microsoft 365, Exchange und Standard-IMAP-Postfächer anbindenFiscova nennt Microsoft 365, Google Workspace und Standard-IMAP. Clara bindet Microsoft 365 und Exchange Online über die offizielle Microsoft-Schnittstelle mit Single Sign-On an, dazu lokale Exchange-Server und IMAP/SMTP.
    Clara
    Fiscova
  • Kalendereinträge mit Mandantenbezug anlegen
    Clara
    Fiscova
  • Verarbeitung in Deutschland, keine Nutzung der Mandantendaten zum TrainingFiscova: Hetzner Nürnberg, Mandantendaten laut Trust-Center innerhalb der EU, Zero-Data-Retention-Vereinbarungen mit den KI-Anbietern. Clara: Google Cloud europe-west3 Frankfurt, LLMs über EU-Regionen und Amazon Bedrock in Frankfurt, vertragliches Zero Retention.
    Clara
    Fiscova
  • AVV nach Art. 28 DSGVO mit § 203-StGB-Bezug, Subprozessoren öffentlichBeide dokumentieren das öffentlich und prüfbar. Fiscova nennt AVV, § 203 StGB, TLS 1.3, AES-256 und eine Subprozessoren-Liste als PDF. Clara hält Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Abs. 4 Nr. 1 StGB, § 62a StBerG und 14 Subprozessoren im Trust Center bereit.
    Clara
    Fiscova
  • Monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit
    Clara
    Fiscova
  • Mandanten-Anrufe annehmen, transkribieren und dokumentierenFiscovas Kern: KI-Mailbox, Transkription, Gesprächszusammenfassung, Weiterleitung an den richtigen Bearbeiter — der Anbieter lässt sein Produkt rund um die Uhr unter einer eigenen Nummer testen. Clara ist bewusst kein Telefon-Assistent; sie lässt sich per Spracheingabe bedienen, nimmt aber keine Anrufe entgegen.
    Clara
    Fiscova
  • WhatsApp Business als MandantenkanalFiscova bindet WhatsApp über die offizielle Meta Cloud API an. Bei Clara ist WhatsApp angekündigt, aber noch nicht verfügbar.
    Clara
    Fiscova
  • Briefe und Faxe in denselben Eingang holenFiscova scannt Papierpost per OCR in denselben Vorgang wie E-Mail und Telefonat. Clara beginnt an der E-Mail.
    Clara
    Fiscova
  • Besprechungen transkribieren und Aufgaben daraus anlegenFiscova transkribiert Präsenz- und Online-Termine. Clara hat das nicht.
    Clara
    Fiscova
  • Interner Team-Chat je Vorgang im selben ProduktFiscova hält die interne Abstimmung am Vorgang. Clara arbeitet in den Werkzeugen, die die Kanzlei ohnehin nutzt, und bringt keinen eigenen Team-Chat mit.
    Clara
    Fiscova
  • ADDISON und Simba als KanzleisystemFiscova nennt DATEV, ADDISON und Simba als verfügbar, Agenda als bald verfügbar. Clara ist auf DATEV ausgelegt.
    Clara
    Fiscova
  • Eigene ISO-27001-ZertifizierungFiscova nennt die Zertifizierung in Vorbereitung, dazu Orientierung am BSI-Grundschutz und einen jährlichen externen Penetrationstest. Clara hat keine eigene Zertifizierung; die Infrastruktur-Provider sind ISO-27001- und SOC-2-zertifiziert.
    Clara
    Fiscova

Was kostet was,
ehrlich

Beide Anbieter publizieren ihre Preise vollständig, und beide berechnen Nutzer statt Volumen — damit sind die Modelle direkt vergleichbar. Der Unterschied steckt in zwei Posten, die nur einer der beiden hat: eine Grundgebühr je Kanzlei und eine einmalige Einrichtungsgebühr. Stand 6. September 2026.

Fiscova

100 € + 100 €

pro Kanzlei und pro Nutzer im Monat, zzgl. MwSt.

Eine Preisstufe für alle: 100 € Kanzlei-Lizenz pro Monat plus 100 € pro Nutzer und Monat, bei Jahresvertrag 80 € pro Nutzer (20 % Rabatt). Alle Kanäle, alle Funktionen, alle Integrationen sind enthalten, es gibt keine Tarifstufen und keine Module. Einmalig fallen 1.500 € Onboarding an; die Nutzerzahl ist monatlich anpassbar, der Monatsvertrag monatlich kündbar. Eine kostenlose Testphase ist öffentlich nicht ausgewiesen — der Anbieter nennt eine 30-minütige Demo und Pilotpartnerschaften auf Anfrage. Die vollständige Einrichtung inklusive Telefonanlage, Postfächern, Kanzleisystem und Schreibstil-Kalibrierung dauert laut FAQ zwei bis vier Wochen.

Clara by Intoconvo

ab 150 €

pro Nutzer und Monat

Agent ab 150 € — alle Funktionen außerhalb von DATEV. Agent + DMS ab 250 €: derselbe Agent, mit Zugriff auf die DATEV-Akte. Kanzleilösung ab 10 Nutzern individuell, Einrichtung inklusive. Keine Grundgebühr je Kanzlei, keine Einrichtungsgebühr, kein Volumen-Limit. 14 Tage kostenlos testen, ohne Zahlungsdaten, am eigenen Postfach.

Alle Preise und Pakete →
Wo die beiden Modelle kippen

Als Beispielgröße dient die, mit der Fiscova auf der eigenen Preisseite rechnet: eine achtköpfige Kanzlei. An ihr wird sichtbar, was die Grundgebühr und die Einrichtung ausmachen — und in welche Richtung die Rechnung tatsächlich fällt.

  • 900 €zahlt die achtköpfige Kanzlei bei Fiscova im Monat — 100 € Kanzlei-Lizenz plus 8 × 100 € je Nutzer, alle Kanäle inklusive.
  • 1.200 €kostet Clara im Tarif Agent bei denselben acht Köpfen, ohne Grundgebühr und ohne Einrichtung. Mit Zugriff auf die DATEV-Akte (Agent + DMS) sind es 2.000 €.
  • 1.500 €kommen bei Fiscova einmalig für das Onboarding dazu — bei Clara fällt keine Einrichtungsgebühr an.

Aufs erste Jahr gerechnet: 12.300 € bei Fiscova gegen 14.400 € bei Clara im Tarif Agent. Fiscova ist pro Kopf günstiger und deckt dafür mehr Kanäle ab; die Einrichtungsgebühr holt das nicht auf. Umgekehrt trägt ein Zwei-Personen-Team Fiscovas Grundgebühr auf zwei Köpfen, und mit Zugriff auf die DATEV-Akte liegt Clara in jeder Größe darüber. Zahlen laut fiscova.de/preise und fiscova.de/faq, Stand 6. September 2026.

Klartext: Fiscova ist pro Kopf günstiger, und daran ändert die Einrichtungsgebühr nichts. Wer Erreichbarkeit über alle Kanäle als Engpass hat — das Telefon klingelt, die Zentrale kommt nicht nach, WhatsApp-Nachrichten versanden —, bekommt dort für weniger Geld deutlich mehr Fläche. Claras Preis kauft keine Fläche, sondern Tiefe an einer Stelle: die DATEV-Akte in der Oberfläche, Ablage mit vorausgefülltem Register, Suche über Postfach und Akte, Bescheidprüfung und eine tagesaktuelle Rechtsdatenbank. Wenn die Arbeit, die eure Kanzlei aufhält, in Outlook und DATEV liegt und nicht am Telefon, ist das der Unterschied. Fiscova-Preise laut fiscova.de, Stand 6. September 2026. Ändern sich Tarife oder Konditionen, aktualisieren wir diesen Vergleich gerne: eine kurze Mail an marc@intoconvo.com genügt.

Warum Clara
statt Fiscova

Fiscova ist ein ernstzunehmendes Produkt mit größerer Kanalbreite und öffentlich sauber dokumentierter Compliance. Clara ist die bessere Wahl, wenn dir diese Punkte wichtiger sind als ein zusätzlicher Kanal.

Die DATEV-Akte, nicht nur die Stammdaten

Fiscova zieht laut eigener FAQ Stammdaten und Auftragsstrukturen aus DATEV in den Communication Layer, damit jede Nachricht im Mandantenkontext steht; eine tiefere native Integration bereitet der Anbieter derzeit im direkten Austausch mit DATEV vor. Clara arbeitet heute in der Akte: Mandantenprofil, Dokumente und Ablagehistorie stehen in der Oberfläche, Register, Veranlagungsjahr und Belegdatum sind bei der Ablage vorausgefüllt, Anhänge lassen sich direkt aus der Akte an einen Entwurf hängen. Wenn der Engpass die Ablage ist, entscheidet dieser Punkt.

Eine Suche über Postfach und Akte

Fiscova hält alle Kanäle in einem durchsuchbaren Eingang zusammen — das ist Breite in der Suche. Clara beantwortet eine Frage aus Postfach und DATEV-Akte gemeinsam, auch mandantenübergreifend, statt zwei Trefferlisten nebeneinanderzustellen. Wer wissen will, was zu einem Mandanten in den letzten drei Jahren geschrieben und abgelegt wurde, braucht die zweite Richtung.

Bescheidprüfung und Rechtsquelle im Entwurf

Clara erkennt Bescheide, liest sie aus der Akte aus, prüft sie gegen die eigene Berechnung der Kanzlei und bereitet den Einspruch vor — gestützt auf eine tagesaktuelle Rechtsdatenbank über Gesetze, Rechtsprechung, BMF-Schreiben, UStAE und AEAO, die Intoconvo selbst pflegt. Bei Fiscova sind Bescheidprüfung und eine eigene Rechtsquelle öffentlich nicht ausgewiesen.

Regeln, die man einmal beschreibt

Fiscova klassifiziert Vorgänge und verteilt sie automatisch an den richtigen Bearbeiter. Clara geht einen Schritt weiter: Die Kanzlei beschreibt eine Regel als Satz — „Belegaufforderungen an die Lohnbuchhaltung, aber nie an Frau Meiners“ —, und der Agent führt sie ab dann aus, ohne Workflow-Baukasten und ohne Administrator.

Lohnbüros gehören zur Zielgruppe

Clara ist für Steuerkanzleien und Lohnbüros gebaut, mit den Vorgängen, die dort anfallen: Personalfragebögen auf Vollständigkeit prüfen, Fehlendes nachfragen, Lohnunterlagen ablegen. Fiscova adressiert Steuerkanzleien und grenzt sich laut eigener FAQ gegen Branchen außerhalb der Steuer- und Wirtschaftsberatung ab.

Aus dem Chat kommen Dateien

Excel und CSV für Auswertungen, PDF für Schreiben, Word auch zum Weiterbearbeiten eines bestehenden Dokuments — aus dem, was Clara im Postfach und in der DATEV-Akte findet. Bei Fiscova ist das Erzeugen eigener Dateien öffentlich nicht ausgewiesen.

Vor dem Vertrag am eigenen Postfach testen

Clara testet 14 Tage mit vollem Funktionsumfang am eigenen Postfach, ohne Zahlungsdaten und ohne Einrichtungsgebühr. Fiscova bietet eine 30-minütige Demo und nennt Pilotpartnerschaften auf Anfrage; eine kostenlose Testphase ist öffentlich nicht ausgewiesen, das Onboarding kostet einmalig 1.500 €. Was du bei Clara siehst, ist dein Mandantenverkehr, nicht eine Demo-Inbox.

Ein Agent, kein zweites Postfach

Fiscova baut einen eigenen Eingang, in dem alle Kanäle zusammenlaufen — inklusive internem Team-Chat. Das ist konsequent, bedeutet aber eine neue Oberfläche für den Alltag des Teams. Clara hängt sich an die Werkzeuge, die die Kanzlei ohnehin nutzt: Der Entwurf liegt im Entwürfe-Ordner, die Frist geht nach DATEV, das Dokument in die Akte.

Kürzere Kette an Verarbeitern

Kanalbreite hat einen Preis in der Auftragsverarbeitung: Fiscova nennt in seiner Subprozessoren-Liste neben Hosting und CDN auch einen Telefonie-Anbieter und Meta Ireland für WhatsApp — Verarbeiter, die ein reiner E-Mail-Agent nicht braucht. Beide bleiben in der EU, und beide Anbieter legen die Liste offen. Wer die Kette vor dem Berufsträger möglichst kurz halten will, sollte sie in beiden Fällen einmal durchgehen.

Umgekehrt gilt: Wer die Erreichbarkeit am Telefon als Hauptproblem hat, WhatsApp als Mandantenkanal braucht, Papierpost und Besprechungen im selben Vorgang sehen will, ADDISON oder Simba statt DATEV einsetzt oder pro Kopf günstiger fahren muss, findet bei Fiscova die besseren Argumente — und sollte dort anrufen statt hier zu lesen. Details zu Claras Paketen auf der Preisseite, die Compliance-Dokumentation im Trust Center. Oder direkt eine Demo vereinbaren: 30 Minuten, live am eigenen Postfach.

Kurzer Hinweis zum
Berufsgeheimnis

§ 203 StGB entscheidet, wer Mandantendaten überhaupt sehen darf. Die Frage gehört vor den Vertrag, nicht danach.

Fiscova gehört zu den Anbietern, bei denen dieser Abschnitt kurz ausfällt, weil die Unterlagen öffentlich liegen: Das Trust-Center nennt Hetzner Nürnberg als Rechenzentrum, Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO mit AVV vor dem ersten Produktivdatum, ausdrücklichen Bezug auf § 203 StGB samt vertraglicher Verschwiegenheit für Mitarbeitende und Subprozessoren, TLS 1.3 im Transport, AES-256 im Ruhezustand, Zero-Data-Retention-Vereinbarungen mit den KI-Anbietern, eine Subprozessoren-Liste als PDF, Orientierung am BSI-Grundschutz, einen jährlichen externen Penetrationstest und eine ISO-27001-Zertifizierung in Vorbereitung. Der einzige Punkt, den eine Kanzlei zusätzlich prüfen sollte, folgt aus der Kanalbreite: Telefonie und WhatsApp bringen weitere Auftragsverarbeiter in die Kette — bei Fiscova ein Telefonie-Anbieter und Meta Ireland für die WhatsApp-Schnittstelle. Beide innerhalb der EU, aber Stellen, an denen Mandantenkommunikation vorbeiläuft und die im AVV mitgezeichnet werden müssen (Stand 6. September 2026).

Für Clara als Drittanbieter greift § 203 StGB voll. Wir erfüllen die Anforderungen explizit: schriftliche Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Abs. 4 Nr. 1 StGB, AVV nach Art. 28 DSGVO, § 62a StBerG, EU-only-Verarbeitung in Frankfurt und vertragliches Zero Retention bei den LLM-Anbietern.

Subprozessoren und Nachweise im Trust Center →

Fiscova oder Clara?

Was ist Fiscova?
Fiscova ist eine Kommunikationsplattform für Steuerkanzleien, betrieben von der Fiscova GmbH in Berlin. Der Anbieter nennt sein Produkt selbst das „Kommunikations-Betriebssystem für moderne Steuerkanzleien“: Telefon, E-Mail, WhatsApp, Brief, Besprechungen und interner Team-Chat laufen in einem Eingang zusammen, die KI transkribiert, klassifiziert, schreibt Antwortentwürfe im Kanzlei-Stil und dockt an DATEV, ADDISON und Simba an. Freigegeben wird jede Antwort von einem Menschen.
Ist Fiscova eine Alternative zu Clara?
Für den E-Mail-Teil ja, für den Rest nur zur Hälfte. Beide klassifizieren Mandanten-Mails, schreiben Entwürfe im Kanzlei-Stil und erkennen Fristen. Danach gehen die Produkte auseinander: Fiscova geht in die Breite und nimmt Telefonate, WhatsApp und Briefe dazu, Clara geht in die Tiefe und reicht mit der DATEV-Anbindung in Ablage, Mandantenakte und Bescheidprüfung hinein. Die Wahl folgt dem Engpass der Kanzlei.
Was kostet Fiscova?
Fiscova rechnet zweistufig ab: 100 € pro Kanzlei und Monat plus 100 € pro Nutzer und Monat, bei Jahresvertrag 80 € pro Nutzer, dazu einmalig 1.500 € Onboarding. Alle Kanäle, Funktionen und Integrationen sind enthalten, es gibt keine Tarifstufen, monatlich kündbar. Eine achtköpfige Kanzlei zahlt damit 900 € im Monat. Clara kostet ab 150 € pro Nutzer und Monat, ohne Grundgebühr je Kanzlei und ohne Einrichtungsgebühr (Stand 6. September 2026).
Wie tief geht die DATEV-Anbindung von Fiscova?
Fiscova beschreibt die DATEV-Anbindung als produktiv im Einsatz: Stammdaten und Auftragsstrukturen werden nach eigener Angabe aus DATEV in den Communication Layer gezogen, damit jede eingehende Nachricht im Mandantenkontext steht. Eine tiefere native Integration bereitet der Anbieter laut eigener FAQ derzeit im direkten Austausch mit DATEV vor. Clara arbeitet heute in der Akte selbst: Ablage mit vorausgefülltem Register, Ablagehistorie und Suche über Postfach und Akte hinweg.
Nimmt Clara auch Mandanten-Anrufe an?
Nein, und das ist eine Entscheidung, keine Lücke. Clara lässt sich per Sprache bedienen — einsprechen statt tippen, Clara transkribiert und arbeitet weiter. Ein Telefon-Assistent, der Mandanten-Anrufe entgegennimmt, ist Clara bewusst nicht. Wer die Erreichbarkeit am Telefon als Hauptproblem hat, findet bei Fiscova mehr: KI-Mailbox, Transkription und Gesprächszusammenfassung gehören dort zum Kern des Produkts.
Kann man Fiscova und Clara parallel nutzen?
Technisch ja, wirtschaftlich selten sinnvoll. Beide binden dieselben Postfächer an und schreiben Entwürfe in dieselben Threads; zwei Agenten im selben Posteingang erzeugen doppelte Vorschläge und unklare Zuständigkeit. Wer beides testen will, sollte die Postfächer trennen — etwa Fiscova auf der Zentrale und dem Telefon, Clara auf den Sachbearbeiter-Postfächern mit DATEV-Bezug — und nach der Testphase entscheiden.
Conrad Denzer, Mitgründer von Intoconvo

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