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Clara neben Haufe CoPilot Tax: wann welches Tool?

Haufe CoPilot Tax beantwortet Steuerfachfragen mit Quellen aus dem Haufe Steuer Office, ohne Aufpreis im Abo. Clara übernimmt eine andere Schicht: Outlook-Posteingang, Fristen und DMS-Ablage. Dieser Vergleich zeigt ehrlich, wo jedes Tool stark ist und wo sie sich ergänzen.

Veröffentlicht 18. Juli 2026 · aktualisiert 3. September 2026 · Quellen: öffentlich zugängliche Angaben der Haufe Group

TL;DR

Haufe CoPilot Tax ist der KI-Recherche-Assistent im Haufe Steuer Office: stark für Fachfragen mit geprüften Quellen, ohne Aufpreis im Datenbank-Abo. Clara ist ein KI-Agent, sitzt in Outlook, schreibt Entwürfe, erkennt Fristen aus freiem Text und legt Belege mit der DATEV-Anbindung im DATEV DMS ab. Recherche und Posteingang sind zwei Engpässe: Wer beide hat, nutzt sinnvoll beide Werkzeuge — komplementär, kein Konflikt.

Zwei Werkzeuge, zwei Aufgaben

Was ist Haufe CoPilot Tax?

Der KI-Assistent der Haufe Group innerhalb der Fachdatenbank Haufe Steuer Office. Er nimmt Steuerfachfragen im Dialog entgegen, analysiert die Fragestellung und durchsucht ausschließlich die redaktionell geprüften Inhalte des Steuer Office. Das Ergebnis ist ein strukturierter Antwortvorschlag mit verlinkten Quellen, der sich per Folgefragen verfeinern lässt. Für Kanzleien, die ohnehin mit dem Steuer Office arbeiten, ist das ein starkes Angebot: ohne Aufpreis und ohne Fragen-Limit im Abo enthalten, mit Quellenangaben statt freiem Halluzinieren. Haufe betreibt die Anwendung nach eigenen Angaben in europäischen Rechenzentren und verwendet Eingaben nicht für KI-Training. Der Anwendungsbereich bleibt bewusst die fachliche Arbeit: Recherche, Fallbearbeitung, Formulierungshilfe für Schriftsätze und Mandantenschreiben auf Basis der recherchierten Inhalte. Ein Assistent, der auf Fragen wartet, und genau dafür gebaut.

Nicht im Scope

Der Outlook-Posteingang: Mandanten-Mails klassifizieren, Antwortentwürfe im Kanzlei-Ton, Fristen aus freiem E-Mail-Text, Anhänge autonom im DATEV DMS ablegen.

Was ist Clara?

Der KI-Agent für die Schicht zwischen Outlook und DATEV: ein Agent, der im Postfach arbeitet und mit der DATEV-Anbindung bis in die Akte reicht. Er klassifiziert eingehende Mandanten-Mails, schreibt Antwortentwürfe im Schreibstil der Kanzlei, erkennt Fristen aus dem E-Mail-Text und filtert Newsletter und Systemmails aus dem Posteingang. Kommt die DATEV-Anbindung dazu, wächst derselbe Agent in die Akte: Er erkennt Vorgänge aus E-Mails und Anhängen und legt die Dokumente nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei in DATEV DMS oder DATEV Unternehmen Online ab. Für die Primärquellen bringt Clara eine eigene Wissensbasis mit — Gesetze, Rechtsprechung von BFH, BAG, BSG, Finanzgerichten und EuGH sowie BMF-Schreiben, UStAE und AEAO.

Nicht im Scope

Verlags-Fachdatenbanken: Kommentare, Fachbeiträge und Online-Bücher von Haufe, NWB oder DATEV liegen außerhalb ihres Zugriffs.

Wer macht
was?

Ehrliche Matrix. Haken heißt dafür gebaut, Strich heißt teilweise oder über eigene Services, Kreuz heißt nicht im Scope. Wo öffentlich keine belastbare Aussage existiert, haben wir konservativ bewertet.

  • dafür gebaut
  • teilweise oder über eigene Services
  • nicht im Scope
  • Steuerfachfragen mit geprüften Verlagsquellen beantworten (Haufe Steuer Office)Clara greift nicht auf Verlagsinhalte zu; ihre eigene Wissensbasis deckt Primärquellen ab, keine Kommentarliteratur.
    Clara
    CoPilot Tax
  • Strukturierte Antwortvorschläge mit Quellenangaben und Folgefragen im Dialog
    Clara
    CoPilot Tax
  • Formulierungshilfe für Schriftsätze und Mandantenschreiben aus der RechercheClara formuliert im Kanzlei-Ton und kann Aussagen mit Primärquellen belegen, greift dafür aber nicht auf Kommentarliteratur zu.
    Clara
    CoPilot Tax
  • Steuerrechtliche Fundstellen direkt im Antwortentwurf in Outlook belegenClara recherchiert in Gesetzen, Rechtsprechung und BMF-Schreiben, während sie den Entwurf schreibt. CoPilot Tax sitzt in der Fachdatenbank, nicht im Postfach.
    Clara
    CoPilot Tax
  • Mandanten-E-Mails in Outlook automatisch klassifizierenDer Outlook-Posteingang liegt außerhalb des Scopes von CoPilot Tax.
    Clara
    CoPilot Tax
  • Antwortentwürfe im Kanzlei-Ton direkt in Outlook
    Clara
    CoPilot Tax
  • Fristen aus freiem E-Mail-Text erkennen und eskalieren
    Clara
    CoPilot Tax
  • Anhänge per OCR auslesen und im DATEV DMS ablegenEine Fachdatenbank legt nichts ab. Bei Clara ab dem Tarif Agent + DMS.
    Clara
    CoPilot Tax
  • Ablage nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei in DMS und Unternehmen Online
    Clara
    CoPilot Tax
  • Rauschfilter: Newsletter, Systemmails, interne Weiterleitungen aussortieren
    Clara
    CoPilot Tax
  • Arbeitet autonom im Hintergrund statt auf Prompt
    Clara
    CoPilot Tax
  • Nutzbar ohne Haufe-Steuer-Office-AboCoPilot Tax existiert nur innerhalb des Haufe Steuer Office.
    Clara
    CoPilot Tax

Was kostet was,
ehrlich

Öffentliche Preise, Stand September 2026. CoPilot Tax hängt am Datenbank-Abo, Clara wird pro Nutzer abgerechnet.

Haufe CoPilot Tax

0 €

im Datenbank-Abo enthalten

Ohne Aufpreis und ohne Fragen-Limit im Haufe Steuer Office enthalten. Das Datenbank-Abo kostet je nach Edition rund 1.059 € (Basic Plus) bis 3.289 € (Excellence) pro Jahr, netto (Stand: Juli 2026). Ohne Haufe-Steuer-Office-Abo nicht nutzbar.

Clara by Intoconvo

ab 150 €

pro Nutzer und Monat

Agent ab 150 € — alle Funktionen außerhalb von DATEV. Agent + DMS ab 250 €: derselbe Agent, mit Zugriff auf die DATEV-Akte. Keine Einrichtungsgebühr, monatlich oder jährlich kündbar, unabhängig von Verlags-Abos nutzbar.

Alle Preise und Pakete →

Klartext: Wenn deine Kanzlei bereits das Haufe Steuer Office nutzt und der Engpass in der Recherche liegt, ist CoPilot Tax die naheliegende Antwort, ohne Zusatzkosten — dann zahl nicht für Clara obendrauf. Clara lohnt sich, wenn der Engpass im Outlook-Posteingang und in der DMS-Ablage liegt. Das eine ersetzt das andere nicht.

Warum Clara
neben CoPilot Tax

CoPilot Tax ist stark, wenn eine fachliche Frage auf dem Tisch liegt. Der Kanzlei-Alltag beginnt aber früher: bei den 50 bis 200 Mails, die jeden Morgen im Posteingang liegen. Diese Schicht deckt keine Fachdatenbank ab.

Posteingang automatisiert

Clara klassifiziert, entwirft und priorisiert Mails in Outlook im Hintergrund, nicht nach Prompt. CoPilot Tax sitzt in der Fachdatenbank, nicht in Outlook.

Fristen aus E-Mails

Einspruchsfrist, Abgabefrist, USt-VA werden aus freiem Text erkannt und eskaliert. Kein manuelles Übertragen, keine Lücken.

Kanzlei-Ton pro Mitarbeiter

Clara lernt den Schreibstil aus gesendeten Mails, für jeden Mitarbeiter einzeln. CoPilot Tax liefert fachlich fundierte Formulierungen, aber ohne das Schreibprofil deiner Kanzlei.

DMS-Ablage, die ankommt

Anhänge per OCR lesen, Vorgänge erkennen, nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei im DATEV DMS ablegen. Eine Fachdatenbank legt nichts ab.

Fundstellen im Entwurf

Claras eigene Wissensbasis über Gesetze, Rechtsprechung und BMF-Schreiben dient nicht der freien Recherche, sondern der Arbeit am Vorgang: eine Aussage im Antwortentwurf mit einer Fundstelle belegen, statt sie unbelegt stehen zu lassen. Quellen werden im Wortlaut gespeichert und Zitate gegen die Fundstelle geprüft, damit keine erfundenen Aktenzeichen in einem Mandantenschreiben landen.

Offizielle Schnittstellen

Anbindung an Outlook über OAuth (Microsoft Graph) oder IMAP, Anbindung an DATEV über die offiziellen APIs. Kein Screenscraping, kein Workaround.

Agent statt Assistent

Clara handelt eigenständig nach Regeln, CoPilot Tax wartet auf Fragen. Beides hat seine Berechtigung, das Volumen im Posteingang löst nur ein Agent.

Kanzleien mit Haufe-Abo behalten CoPilot Tax für die Recherche und setzen Clara für Posteingang und Ablage daneben. Kein Entweder-oder, sondern zwei Werkzeuge für zwei Engpässe. Details zu den Paketen auf der Preisseite, oder direkt eine Demo vereinbaren.

Kurzer Hinweis zum
Berufsgeheimnis

§ 203 StGB entscheidet, wer Mandantendaten überhaupt sehen darf. Die Frage gehört vor den Vertrag, nicht danach.

Bei einer Fachrecherche fließen idealerweise gar keine Mandantendaten: Wer CoPilot Tax abstrakte Rechtsfragen stellt, bewegt sich außerhalb des § 203-Risikos. Haufe verweist zudem auf europäische Rechenzentren und den Verzicht darauf, Eingaben für KI-Training zu nutzen.

Für Clara als Drittanbieter greift § 203 StGB voll. Wir erfüllen die Anforderungen explizit: schriftliche Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Abs. 4 Nr. 1 StGB, AVV nach Art. 28 DSGVO, § 62a StBerG, EU-only-Verarbeitung in Frankfurt und vertragliches Zero Retention bei den LLM-Anbietern.

Subprozessoren und Nachweise im Trust Center →

Haufe CoPilot Tax oder Clara?

Ersetzt Haufe CoPilot Tax Clara?
Nein. Haufe CoPilot Tax und Clara lösen unterschiedliche Probleme. CoPilot Tax ist ein KI-Recherche-Assistent im Haufe Steuer Office: Er beantwortet Steuerfachfragen mit Quellenangaben aus den geprüften Haufe-Inhalten. Clara ist ein KI-Agent, der im Postfach arbeitet: Sie klassifiziert Mandanten-Mails, schreibt Entwürfe im Kanzlei-Stil, erkennt Fristen aus E-Mail-Texten und legt Anhänge mit der DATEV-Anbindung im DATEV DMS ab. Beide Tools ergänzen sich sinnvoll.
Kann ich Haufe CoPilot Tax und Clara parallel nutzen?
Ja, und das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. CoPilot Tax übernimmt die Fachrecherche in der Haufe-Datenbank, Clara übernimmt Posteingang, Fristen-Erkennung und DMS-Ablage. Die Tools greifen auf komplett unterschiedliche Kontexte zu und behindern sich nicht.
Was kostet Haufe CoPilot Tax?
CoPilot Tax ist ohne Aufpreis und ohne Fragen-Limit im Abo des Haufe Steuer Office enthalten. Das Datenbank-Abo selbst kostet je nach Edition zwischen rund 1.059 € (Basic Plus) und 3.289 € (Excellence) pro Jahr, netto (Stand: Juli 2026). Ohne Haufe-Steuer-Office-Abo ist CoPilot Tax nicht nutzbar. Clara wird unabhängig davon pro Nutzer und Monat abgerechnet.
Ist Haufe CoPilot Tax datenschutzkonform?
Haufe gibt an, CoPilot Tax in europäischen Rechenzentren zu betreiben und Eingaben nicht für KI-Training zu verwenden. Für reine Fachfragen werden idealerweise ohnehin keine Mandantendaten eingegeben. Sobald ein KI-Tool laufend Mandantendaten verarbeitet, wie Clara im Posteingang, braucht es zusätzlich den vollständigen §203-Stack: schriftliche Verschwiegenheitsverpflichtung, AVV nach Art. 28 DSGVO und EU-only-Verarbeitung. Bei Clara ist genau das vertraglich abgedeckt.
Wofür brauche ich Clara, wenn ich schon CoPilot Tax habe?
Für alles, was CoPilot Tax nicht adressiert: den Posteingang. CoPilot Tax beantwortet Fragen, wenn man ihn fragt. Clara arbeitet autonom im Hintergrund: klassifiziert eingehende Mandanten-Mails, schreibt Antwortentwürfe im Kanzlei-Ton, erkennt Fristen aus freiem E-Mail-Text und legt Belege im DATEV DMS ab. Wenn der Engpass deiner Kanzlei in Outlook liegt und nicht in der Recherche, löst CoPilot Tax ihn nicht.
Recherchiert Clara auch in Fachdatenbanken?
Nein. Clara greift auf keine Verlagsinhalte von Haufe, NWB oder DATEV zu: Kommentare, Fachbeiträge und Online-Bücher bleiben das Feld von CoPilot Tax. Clara hat aber eine eigene Wissensbasis über die Primärquellen: Gesetze, Rechtsprechung von BFH, BAG, BSG, Finanzgerichten und EuGH, BMF-Schreiben, UStAE und AEAO. Die nutzt sie im Arbeitsablauf, etwa um eine Aussage im Antwortentwurf mit einer Fundstelle zu belegen. Für Kommentarliteratur bleibt CoPilot Tax das richtige Werkzeug.
Conrad Denzer, Mitgründer von Intoconvo

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