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Clara neben Finmatics: Belege oder Postfach?

Finmatics ist eine KI-Software für Belegverarbeitung und Vorkontierung: Sie trennt Belegstapel, liest Rechnungen aus und erzeugt Buchungsvorschläge für DATEV. Clara ist der KI-Agent für die Schicht davor — Posteingang, Fristen und Ablage in der Akte. Dieser Vergleich zeigt, wo die Grenze verläuft und wann eine Kanzlei beides braucht.

Veröffentlicht 6. September 2026 · Quellen: öffentlich zugängliche Angaben auf finmatics.com, geprüft am 6. September 2026

TL;DR

Finmatics und Clara sind keine Konkurrenten, sondern zwei Schichten. Finmatics automatisiert die Belegstrecke bis zum Buchungsvorschlag und übergibt an DATEV, BMD, RZL oder Agenda — nach eigenen Angaben bei über 1.300 Kanzleien und Unternehmen, mit vier Paketen ab 750 € pro Monat. Clara arbeitet im Kanzlei-Postfach: Mandanten-Mails klassifizieren, Antwortentwürfe im Kanzlei-Ton, Fristen aus freiem Text und Ablage im DATEV DMS, ab 150 € pro Nutzer und Monat. Belegberg und Posteingang sind zwei verschiedene Engpässe. Wer beide hat, nutzt sinnvoll beides.

Zwei Werkzeuge, zwei Aufgaben

Was ist Finmatics?

Eine KI-Software für Belegverarbeitung und Vorkontierung, gebaut von der Finmatics GmbH in Wien (gegründet 2016, seit April 2025 Teil der norwegischen Visma-Gruppe). Belege kommen über E-Mail, Portal, Mandanten-App, Scanner oder Upload herein; die KI im Produkt, „Fin“ genannt, trennt Sammel-PDFs in Einzelbelege, liest Datum, Beträge, Geschäftspartner, Steuercode und Sachkonto aus und legt einen Buchungsvorschlag vor, den ein Mensch bestätigt. Dazu kommen inhaltliche Splitbuchung, mehrstufige Rechnungsfreigabe, ein Training Center für kanzleispezifische Regeln und E-Rechnungen in XRechnung und ZUGFeRD. Übergeben wird an DATEV über Belegbilder-, Rechnungsdaten- und Buchungsdatenservice, außerdem an BMD, RZL, Agenda, SAP und Microsoft Business Central. In seiner Kategorie ist Finmatics stark aufgestellt: über 1.300 Kanzleien und Unternehmen nach eigenen Angaben, 4,8 von 5 Sternen im DATEV-Marktplatz, ISO 27001 und EU-Hosting.

Nicht im Scope

Der Kanzlei-Posteingang. Mandanten-Mails klassifizieren, Antwortentwürfe im Kanzlei-Ton, Fristen aus freiem E-Mail-Text, Ablage im DATEV DMS — davon steht auf finmatics.com nichts. Die Belegstrecke beginnt erst, wenn der Beleg an der Finmatics-Adresse angekommen ist.

Was ist Clara?

Der KI-Agent für die Schicht zwischen Outlook und DATEV: ein Agent, der im Postfach arbeitet und mit der DATEV-Anbindung bis in die Akte reicht. Er klassifiziert eingehende Mandanten-Mails, schreibt Antwortentwürfe im Schreibstil des einzelnen Mitarbeiters, erkennt Fristen aus freiem E-Mail-Text und filtert Newsletter und Systemmails aus. Mit der DATEV-Anbindung erkennt derselbe Agent Vorgänge aus E-Mails und Anhängen, liest sie per OCR aus und legt die Dokumente nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei in DATEV DMS oder DATEV Unternehmen Online ab, mit Sammelablage und Prüfprotokoll. Bescheide prüft er direkt aus der Akte und bereitet Einspruchsschreiben vor. Verarbeitet wird ausschließlich in der EU, in Frankfurt am Main.

Nicht im Scope

Die Buchhaltung selbst. Clara kontiert nicht: keine Sachkonten, keine Steuercodes, keine Buchungsstapel, keine Rechnungsfreigabe-Workflows. Diese Schicht bleibt bei DATEV oder bei einem Werkzeug wie Finmatics.

Wer macht
was?

Ehrliche Matrix, sortiert nach Zuständigkeit: oben die Belegstrecke, in der Finmatics zu Hause ist, dann der Posteingang und die Akte, für die Clara gebaut ist, unten die Compliance-Fragen. Haken heißt dafür gebaut, Strich heißt teilweise oder über eigene Services, Kreuz heißt nicht im Scope. Angaben zu Finmatics aus öffentlich zugänglichen Seiten auf finmatics.com — Startseite, Lösungsseiten, Preise, FAQ, Impressum und Auftragsverarbeiter-Liste, geprüft am 6. September 2026. Wo dort keine belastbare Aussage steht, haben wir konservativ bewertet. Hinweise auf Fehler nehmen wir gern auf und korrigieren zügig.

  • dafür gebaut
  • teilweise oder über eigene Services
  • nicht im Scope
  • Belegstapel aus Sammel-PDFs und Scans automatisch in Einzelbelege trennenBeide, aber mit verschiedenem Ziel: Finmatics nennt für Fin eine zu 99 % korrekte Trennung als Vorstufe zur Buchung, Clara trennt Sammelscans seitenweise als Vorstufe zur Ablage.
    Clara
    Finmatics
  • Buchungsvorschläge mit Sachkonto, Steuercode und Geschäftspartner erzeugenDer Kern von Finmatics. Clara kontiert nicht — die Buchung bleibt in DATEV oder bei einem Werkzeug wie Finmatics.
    Clara
    Finmatics
  • Inhaltliche Splitbuchung und komplexe RechnungsaufteilungBei Finmatics ab dem Paket Pro Fin ausgewiesen.
    Clara
    Finmatics
  • Mehrstufige Rechnungsfreigabe mit konfigurierbaren WorkflowsBei Finmatics ab dem Paket Enterprise Fin ausgewiesen.
    Clara
    Finmatics
  • Buchungs- und Belegdaten an DATEV Rechnungswesen und Unternehmen Online übergebenFinmatics nutzt Belegbilder-, Rechnungsdaten- und Buchungsdatenservice und sagt selbst: „Finmatics ersetzt DATEV nicht.“ Clara lädt Dokumente nach DATEV Unternehmen Online und ins DMS, aber keine Buchungssätze.
    Clara
    Finmatics
  • Eigene Eingangs-Adresse je Mandant oder Belegart für den BelegeingangFinmatics legt pro Mandant oder Belegart eine E-Mail-Adresse an, an die Stapel geschickt werden. Clara arbeitet im bestehenden Kanzlei-Postfach statt in einem eigenen Eingang.
    Clara
    Finmatics
  • Mandanten-App und Mandanten-Portal zum Beleg-Upload
    Clara
    Finmatics
  • Eingehende Mandanten-E-Mails im Kanzlei-Postfach klassifizierenFinmatics verarbeitet, was an seine Eingangsadresse geschickt wird; der Outlook-Posteingang der Kanzlei liegt außerhalb des Scopes.
    Clara
    Finmatics
  • Antwortentwürfe im Schreibstil des einzelnen Mitarbeiters direkt in Outlook
    Clara
    Finmatics
  • Fristen aus freiem E-Mail-Text erkennen und eskalierenEinspruchsfrist, Abgabefrist, USt-Voranmeldung: Clara zieht Datum und Aktenzeichen aus dem Fließtext. In einer Belegstrecke kommt dieser Text nicht vor.
    Clara
    Finmatics
  • Rauschfilter: Newsletter, Systemmails und interne Weiterleitungen aussortieren
    Clara
    Finmatics
  • Anhänge aus dem Postfach nach dem Ablage-Knigge im DATEV DMS ablegenDATEV DMS weist finmatics.com nicht aus; das Add-on „DATEV Meine Steuern“ adressiert einen anderen Ablageort. Bei Clara ab dem Tarif Agent + DMS.
    Clara
    Finmatics
  • Steuerbescheide erkennen, prüfen und Einspruchsschreiben vorbereiten
    Clara
    Finmatics
  • Öffentliche Subprozessoren-Liste mit Zweck und StandortFinmatics listet 14 Auftragsverarbeiter unter finmatics.com/datenschutz/auftragsverarbeiter. Clara nennt 14 Subprozessoren in 8 Kategorien im Trust Center.
    Clara
    Finmatics
  • Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB öffentlich dokumentiertAuf finmatics.com haben wir dazu am 6. September 2026 in FAQ, Datenschutzerklärung und Auftragsverarbeiter-Liste keine Angabe gefunden. Ein AVV nach Art. 28 DSGVO deckt § 203 StGB nicht ab — die Frage gehört ins Vertragsgespräch. Bei Clara liegt die Verpflichtung nach § 203 Abs. 4 Nr. 1 StGB vor.
    Clara
    Finmatics
  • 14 Tage kostenlos am eigenen Postfach testen, ohne ZahlungsdatenFinmatics beschreibt in der FAQ stattdessen eine begleitete Testphase, „oft 3 oder 6 Monate“, mit Sonderkündigungsrecht, Schulungen und einem Praxistest der Ausleserate; der Einstieg läuft über Demo und Beratung.
    Clara
    Finmatics

Was kostet was,
ehrlich

Beide Anbieter publizieren ihre Preise, messen aber verschiedene Dinge: Finmatics staffelt nach Funktionsumfang und Buchungszeilen pro Kanzlei, Clara rechnet pro Nutzer ab. Stand 6. September 2026.

Finmatics

750 € bis 1.200 €

pro Monat je Paket, netto

Vier Pakete, jeweils mit 3.000 Buchungszeilen im Monat: Basis Fin 750 €, Plus Fin 900 € (mit Training Center und Analytics-Dashboard), Pro Fin 1.050 € (mit Splitbuchung und Branchenkontenrahmen) und Enterprise Fin 1.200 € (mit Freigabe-Workflows und SSO). Preise netto bei jährlicher Vorauszahlung, monatliche Zahlung 20 % Aufschlag. Onboarding einmalig 1.990 €, weitere 1.500 Buchungszeilen 50 € im Monat. Add-ons: Bankumsätze 119 €, DATEV „Meine Steuern“ 119 €, Service-Pakete 490 bis 990 €. Laut FAQ entstehen keine Fixkosten pro Mandant; sinnvoll ab etwa 50 Belegen im Monat, optimal bei 200 bis 500.

Clara by Intoconvo

ab 150 €

pro Nutzer und Monat

Agent ab 150 € — alle Funktionen außerhalb von DATEV. Agent + DMS ab 250 €: derselbe Agent, mit Zugriff auf die DATEV-Akte. Kanzleilösung ab 10 Nutzern individuell, Einrichtung inklusive. Keine Einrichtungsgebühr, kein Volumen-Limit, 14 Tage kostenlos am eigenen Postfach testen, ohne Zahlungsdaten.

Alle Preise und Pakete →
Zwei Rechnungen, die sich nicht kreuzen

Die beiden Preise lassen sich nicht gegeneinander stellen: Finmatics berechnet Buchungszeilen für die ganze Kanzlei, Clara berechnet Nutzer. Vergleichbar wird daran nur die Größenordnung — und die Frage, welches Budget welchen Engpass löst.

  • 3.000Buchungszeilen im Monat sind in jedem Finmatics-Paket enthalten, unabhängig vom Preis; weitere 1.500 kosten 50 € im Monat.
  • 1.990 €kostet das Onboarding bei Finmatics einmalig. Bei Clara fällt keine Einrichtungsgebühr an, in der Kanzleilösung ist die Einrichtung enthalten.
  • 5 Nutzerbekommt die Kanzlei bei Clara für den Preis des Einstiegspakets Basis Fin — im Tarif Agent; mit Zugriff auf die DATEV-Akte sind es 3.

Diese Rechnung sagt ausdrücklich nicht, dass eines das andere ersetzt. Wenn beide Engpässe da sind, laufen beide Rechnungen nebeneinander — und das ist die ehrlichere Auskunft als ein konstruiertes Entweder-oder. Finmatics-Preise laut finmatics.com/preise, Stand 6. September 2026.

Klartext: Wenn der Engpass deiner Kanzlei in der Belegverarbeitung liegt — Stapel scannen, kontieren, Buchungssätze bauen — dann löst Clara ihn nicht, und Finmatics ist in dieser Kategorie ein etablierter Anbieter mit sichtbaren Referenzen. Liegt der Engpass im Posteingang, bei Rückfragen, Fristen und Ablage, dann löst Finmatics ihn nicht. Kanzleien mit beiden Problemen zahlen für beide Werkzeuge, weil sie an verschiedenen Stellen arbeiten. Ändern sich Tarife oder Konditionen, aktualisieren wir diesen Vergleich gerne: eine kurze Mail an marc@intoconvo.com genügt.

Warum Clara
neben Finmatics

Finmatics ist stark, sobald ein Beleg im System ist. Der Kanzlei-Alltag beginnt aber eine Stufe früher: bei der Post, die morgens im Outlook liegt — Belege, Rückfragen, Bescheide, Krankmeldungen, Newsletter, alles gemischt. Diese Stufe deckt eine Belegstrecke nicht ab.

Der Posteingang, nicht der Beleg-Eingang

Finmatics bedient eine eigene Adresse je Mandant oder Belegart. Clara arbeitet im Postfach, das die Kanzlei ohnehin hat, und sortiert dort alles ein — auch was niemand weitergeleitet hat.

Antworten, nicht nur Daten

Clara schreibt Antwortentwürfe im Schreibstil des einzelnen Mitarbeiters, gelernt aus dessen gesendeten Mails. Eine Vorkontierung erzeugt Buchungsdaten, keine Mandantenkorrespondenz.

Fristen aus freiem Text

Einspruchsfrist, Abgabefrist, USt-Voranmeldung: Clara zieht Datum und Aktenzeichen aus dem E-Mail-Fließtext und eskaliert, wenn ein Vorgang zu lange offen bleibt. In einer Rechnung steht dieser Text nicht.

Ablage in der Akte, nicht in der Buchung

Clara legt Anhänge nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei im DATEV DMS und in DATEV Unternehmen Online ab, mit Sammelablage und Prüfprotokoll. DATEV DMS weist finmatics.com nicht aus.

§ 203 StGB explizit geregelt

Clara bringt die schriftliche Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Abs. 4 Nr. 1 StGB mit, zusätzlich zum AVV nach Art. 28 DSGVO. Zu § 203 macht finmatics.com öffentlich keine Aussage (geprüft am 6. September 2026).

Ohne Vertriebsweg testbar

14 Tage kostenlos am eigenen Postfach, ohne Zahlungsdaten. Bei Finmatics beschreibt die FAQ stattdessen eine begleitete Testphase über drei oder sechs Monate mit Sonderkündigungsrecht.

Kanzleien, die Finmatics für die Belegstrecke einsetzen, behalten es und stellen Clara für Posteingang und Ablage daneben. Kein Entweder-oder, sondern zwei Werkzeuge für zwei Engpässe. Details zu den Tarifen auf der Preisseite, oder direkt eine Demo vereinbaren.

Kurzer Hinweis zum
Berufsgeheimnis

§ 203 StGB entscheidet, wer Mandantendaten überhaupt sehen darf. Die Frage gehört vor den Vertrag, nicht danach.

Finmatics dokumentiert den Datenschutz-Teil öffentlich: DSGVO-Konformität, ISO-27001-Zertifizierung, EU-Rechenzentren, TLS 1.2+ und AES-256 sowie eine Liste von 14 Auftragsverarbeitern mit Zweck und Standort — darunter Hetzner in Deutschland, Google Cloud in Irland und ein eigenes Shared Service Center in Ungarn. Der Sitz in Wien ändert daran nichts: Die DSGVO gilt in Österreich identisch. § 203 StGB ist davon getrennt zu betrachten — deutsches Strafrecht, das ein AVV nach Art. 28 DSGVO nicht abdeckt, und das die Verschwiegenheitsverpflichtung jeder mitwirkenden Person verlangt. Dazu haben wir auf finmatics.com am 6. September 2026 keine Aussage gefunden. Wer Belege mit Mandantenbezug dorthin gibt, sollte diesen Punkt vor Vertragsschluss abfragen, gerade mit Blick auf die Standorte in der Auftragsverarbeiter-Liste.

Für Clara als Drittanbieter greift § 203 StGB voll. Wir erfüllen die Anforderungen explizit: schriftliche Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Abs. 4 Nr. 1 StGB, AVV nach Art. 28 DSGVO, § 62a StBerG, EU-only-Verarbeitung in Frankfurt und vertragliches Zero Retention bei den LLM-Anbietern.

Subprozessoren und Nachweise im Trust Center →

Finmatics oder Clara?

Ist Clara eine Alternative zu Finmatics?
Nein, die beiden liegen in verschiedenen Kategorien. Finmatics ist eine KI-Software für Belegverarbeitung und Vorkontierung: Sie trennt Belegstapel, liest Rechnungen aus und erzeugt Buchungsvorschläge für DATEV, BMD, RZL oder Agenda. Clara ist ein KI-Agent für Steuerkanzleien und arbeitet im Postfach: Mandanten-Mails klassifizieren, Antwortentwürfe im Kanzlei-Ton, Fristen aus freiem Text, Ablage im DATEV DMS. Wer eine echte Finmatics-Alternative sucht, sucht in der Buchhaltungsautomatisierung, nicht bei Clara.
Kann ich Finmatics und Clara parallel nutzen?
Ja, und das ist der sinnvolle Fall. Die beiden greifen an verschiedenen Stellen an: Clara arbeitet im Kanzlei-Postfach und in der DATEV-Akte, Finmatics in der Belegstrecke bis zum Buchungsvorschlag. Sie teilen keine Oberfläche und keinen Datenweg, blockieren sich also nicht. Praktisch bedeutet das: Clara nimmt dem Postfach die Korrespondenz ab, Finmatics der Buchhaltung den Belegberg.
Was kostet Finmatics?
Finmatics publiziert vier Pakete pro Monat, netto und bei jährlicher Vorauszahlung: Basis Fin 750 €, Plus Fin 900 €, Pro Fin 1.050 € und Enterprise Fin 1.200 €, jeweils mit 3.000 Buchungszeilen. Monatliche Zahlung kostet 20 Prozent Aufschlag, das Onboarding einmalig 1.990 €, weitere 1.500 Zeilen 50 € im Monat. Clara rechnet unabhängig davon pro Nutzer und Monat ab (Stand 6. September 2026).
Erstellt Clara Buchungsvorschläge wie Finmatics?
Nein. Clara kontiert nicht: Sachkonto, Steuercode und Geschäftspartner sind nicht ihr Feld, und Buchungsstapel erzeugt sie keine. Sie liest Anhänge per OCR aus, erkennt den Vorgang und legt Dokumente nach dem Ablage-Knigge der Kanzlei im DATEV DMS oder in DATEV Unternehmen Online ab. Die Buchung selbst bleibt bei DATEV und, wenn die Kanzlei darauf setzt, bei Finmatics.
Ist Finmatics als österreichischer Anbieter für deutsche Kanzleien ein Problem?
Datenschutzrechtlich nicht: Die Finmatics GmbH sitzt in Wien, die DSGVO gilt dort identisch, und der Anbieter nennt EU-Rechenzentren, ISO-27001-Zertifizierung, TLS 1.2+ und AES-256. Getrennt davon steht § 203 StGB, deutsches Strafrecht und von einem Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO nicht abgedeckt. Eine eigene Aussage dazu macht finmatics.com nicht. Kanzleien sollten die Verschwiegenheitsverpflichtung mitwirkender Personen deshalb vor Vertragsschluss abfragen.
Wofür brauche ich Clara, wenn Finmatics schon Belege aus E-Mails zieht?
Weil Finmatics eine eigene Eingangsadresse je Mandant oder Belegart bedient: Was dorthin geschickt wird, landet im Finmatics-Portal. Das Kanzlei-Postfach selbst bleibt unberührt. Genau dort liegen aber die 50 bis 200 Mails am Morgen, die Rückfragen, die Fristen und die Anhänge, die niemand weitergeleitet hat. Clara klassifiziert diese Post, entwirft Antworten und legt die Anhänge in der Akte ab.
Conrad Denzer, Mitgründer von Intoconvo

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